Leuenberger: Béglés Wahl war «absolut korrekt»
publiziert: Montag, 11. Jan 2010 / 19:30 Uhr / aktualisiert: Montag, 11. Jan 2010 / 19:51 Uhr

Bern - Bundesbern versucht, die Wogen um den Post-Verwaltungsratspräsidenten Claude Béglé zu glätten. Laut Postminister Moritz Leuenberger verlief Béglés Wahlverfahren «absolut korrekt». Der Bundesrat gab aber auch seinem Ärger über «die Schlammschlacht» Ausdruck.

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Bundesrat Moritz Leuenberger: «Die Wahl Béglés ist absolut korrekt abgelaufen.» Bild: Heute auf dem Stromkongress.
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«Die Arbeit von Herrn Béglé wird sehr geschätzt», sagte Leuenberger im Anschluss an eine Sitzung der Fernmeldekommission des Ständerats vor den Medien. Er sei froh, dass er vor der Kommission die Sachverhalte über die Vorkommnisse vor und seit der Wahl von Béglé zum Verwaltungsratspräsidenten habe richtig stellen können, sagte er.

Korrektes Auswahlverfahren

«Das Auswahlverfahren ist absolut korrekt verlaufen», erklärte Leuenberger. Es habe alle nötigen und üblichen Schritte enthalten. So seien auch zu verschiedenen Zeitpunkten im Verfahren mehrere Referenzen eingeholt worden.

Dass der frühere Béglé-Chef Peter Kruse nicht um eine Referenz angegangen worden sei, entspreche den Tatsachen, sagte Leuenberger. Kruse wurde in den Medien mit schweren Vorwürfen an die Adresse seines früheren Untergebenen zitiert.

Da Kruse zum Zeitpunkt von Béglés Anstellungsverfahren nicht mehr dessen Chef gewesen sei, sei er nicht kontaktiert worden. Kruse sei nur eine von vielen möglichen Referenzpersonen gewesen.

Alte Differenzen

Dass sich Kruse nun in der Presse negativ über Béglé äussere, erklärt sich Leuenberger mit Differenzen aus der Zeit, als beide Männer bei der Deutschen Post arbeiteten.

Auch im Zusammenhang mit dem eigentlichen Auslöser der Kontroverse um Béglés Führungsqualitäten - der Entlassung von Post-CEO Michel Kunz Mitte Dezember -, verteidigte Leuenberger den Verwaltungsratspräsidenten.

Einstimmiger Entschluss gegen Kunz

Der Entscheid, sich von Kunz zu trennen, sei im Verwaltungsrat einstimmig mit 8 gegen 0 Stimmen bei einer Enthaltung gefallen, sagte er. Dass seither zwei Verwaltungsräte ihren Rücktritt ankündigten, bezeichnete er als bewusste Inszenierung der Béglé-Gegner.

Es gehe nun darum, möglichst rasch wieder Ruhe einkehren zu lassen, sagte Leuenberger. Deshalb sei eine Arbeitsgruppe damit beauftragt worden, die Ereignisse der letzten Wochen aufzuarbeiten und die Wahl von neuen Verwaltungsräten vorzubereiten.

(fest/sda)

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Aber...
...Leuenberger kann doch gar keine Fehler machen. Er ist doch von der $P, und die machen doch nie Fehler...☺
Bundesräte machen doch keine Fehler
Die Kunst der Politiker ist, alles schönzureden. Fehler einzugestehen ist ihnen fremd! http://bazonline.ch/schweiz/standard/In-jedem-anderen-Unternehmen-waer...
Das ist eine Schlammschlacht
Es ist unglaublich, schon wieder versucht sich Moritz Leuenberger aus der Verantwortung zu stehlen. Und schon wieder ist sein Hauptanliegen seine Person zu verteidigen, indem er die mehr als berechtigen Vorwürfe als Schlammschlacht bezeichnet. Diese Haltung ist ja beileibe nicht neu. Schon bei der undurchsichtigen Vergebung des NEAT-Auftrages ins Ausland, die miserable Haltung i.S. Kommunikation bei der Flugzeugkatastrophe von Überlingen, zu welcher alle andern (ebenso unfähigen) Verantwortlichen der Skyguide Stellungnahmen abgaben; nur deren oberster Chef versäumte es, einmal persönlich Verantwortung zu übernehmen und ein Wort des Bedauerns zu verlieren. Dasselbe mit der floppigen Vision Zero, der unsinnigen Via Secura, seiner Haltung zum ungelösten Gotthard-Strassenproblem, der widerrechtlichen LSVA-Erhöhung und und und.
Ich hatte immer noch gehofft, Moritz Leuenberger werde vor seinem Abgang versuchen, einige seiner ungezählten Baustellen würdig abzuschliessen. Vergesst dies! Er reisst stattdessen immer wieder neue auf. So sollte er baldmöglichst seinem (hoffentlich bessere) Nachfolger den Weg frei machen, um seinen ganzen Problemhaufen den er hinterlässt, anpacken zu können.
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