Leuenberger: Zusätzliche Millionen für den Klimaschutz
publiziert: Sonntag, 13. Dez 2009 / 09:47 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 13. Dez 2009 / 10:47 Uhr

Bern - Die Schweiz ist bereit, dem Angebot der EU zu folgen und zusätzliche Gelder für Massnahmen gegen die Folgen des Klimawandels bereitzustellen. Umweltminister Moritz Leuenberger bezifferte die Mehrausgaben in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» auf bis zu 150 Mio. Franken pro Jahr.

Moritz Leuenberger wird ab Donnerstag persönlich in Kopenhagen sein. (Archivbild)
Moritz Leuenberger wird ab Donnerstag persönlich in Kopenhagen sein. (Archivbild)
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Die EU hatte am letzten Freitag eine Anschubfinanzierung für die nächsten drei Jahre von insgesamt sieben Milliarden Euro versprochen.

Die Gelder sollen für kurzfristige Massnahmen gegen den Klimawandel in Entwicklungsländern zur Verfügung gestellt werden. Weltweit müssten nach EU-Angaben 21 Milliarden Euro zusammenkommen.

Auf die Frage, ob auch die Schweiz einen entsprechenden Beitrag leisten wird, sagte Leuenberger: «Wir können Zusagen machen, aber unter dem Vorbehalt der Zustimmung unseres Parlaments».

Verglichen mit den Zahlen der EU wären dies laut Leuenberger zusätzliche 10 bis 100 Millionen Euro pro Jahr (15 bis 150 Millionen Franken).

Schweiz zieht mit

Die Schweiz gibt derzeit jährlich rund 80 Millionen Franken an öffentlichen Geldern aus, um Minderungs- und Anpassungsmassnahmen in Entwicklungsländern zu finanzieren.

Als positives Signal von den Klimaverhandlungen in Kopenhagen wertete Leuenberger auch die wiederholte Zusage der EU, ihr CO2-Reduktionsziel auf 30 Prozent zu erhöhen, falls andere wichtige Länder mitziehen.

Wenn die EU ihr Reduktionsziel anhebe, ziehe die Schweiz mit, sagte Leuenberger. Leuenberger hofft insbesondere auf eine verbindliche Zusage der USA: «Das könnte zu einem Dominoeffekt führen, indem sich auch andere wichtige Staaten bewegen müssten, etwa China».

Leuenberger wird ab Donnerstag persönlich in Kopenhagen sein. Für den Abschluss der Konferenz wird auch US-Präsident Barack Obama erwartet.

(bert/sda)

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