Leuenberger kritisiert Radioprogramme
publiziert: Donnerstag, 11. Sep 2008 / 18:01 Uhr

Zürich - Bundesrat Moritz Leuenberger hat in Zürich die «Monokultur der Lokalradios» kritisiert. Von den Idealen der einstigen Radiopiraten sei nicht mehr viel übrig geblieben, stellte der Kommunikationsminister am diesjährigen RadioDay fest.

Bundesrat Moritz Leuenberger referiert zum Thema «Qualität ist messbar».
Bundesrat Moritz Leuenberger referiert zum Thema «Qualität ist messbar».
In seiner Rede zu «25 Jahre Privatradios in der Schweiz» beklagte der Vorsteher des Eidg. Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) die «Gleichförmigkeit der Radioprogramme». Leuenberger nahm erstmals am RadioDay teil, der dieses Jahr zum neunten Mal über die Bühne ging.

Vor 25 Jahren habe man gehofft, dass Lokalradios zu einer besseren Versorgung mit regionalen Informationen führen, zur Teinahme an der Politik anregen und die publizistische und kulturelle Vielfalt erhöhen würden, sagte Leuenberger.

25 Jahre später habe sich die Szene ohne amtliches Eingreifen längst selbst domestiziert. Die meisten Lokalradios produzierten artige Mehrheitsprogramme, vom Musik-Computer durchkonfektioniert.

Berieselungsanlage

Radio sei zwar ein Begleitmedium. Aber als reine Berieselungsanlage habe es keine Zukunft. Lokalradios, die Gebührengelder erhielten, müssten einen regionalen Service public mit relevanten Informationen zu Kultur und Gesellschaft, zu Politik, Wirtschaft und Sport in ihrer Region erbringen.

Einschaltquoten und Werbeeinnahmen dürften nicht die einzige Triebfeder sein, betonte Leuenberger. Wenn aus den einstigen Piraten im Äther wegen der neuen Subventionen Gärtner würden, die lediglich ihre akustischen Monokulturen pflegten, führe das früher oder später zum radiophonen Kollaps und zum grossen Radiosterben.

Zu Radios of the Year 2008 ernannt wurden am RadioDay «DRS Musikwelle» für die deutsche Schweiz und «Rete 3» für die lateinische Schweiz. Der mit 10 000 Franken dotierte Preis wird seit 2002 vergeben.

(smw/sda)

zeitung versus radio
nun.... dass zeitungen heute ein problem haben, das ist irgendwie klar. seit man sich an jeder ecke doppelt und dreifach mit gratis-schund eindecken kann, sind ja sogar die verkauszahlen vom stammtisch-blick zurückgegangen. und wer bestimmt denn schlussendlich, was in diesen gratiszeitungen steht? diejenigen, welche diese teuren gratisblätter schlussendlich finanzieren..... darum lese ich keines dieser gratisblätter..... höchstens mal aus langeweile um mich zu amüsieren über die zum teil abstrus-verdrehten tatsachen. um an wirkliche informationen zu kommen, muss man viel lesen, hören, möglichst an hintergrundinformationen herankommen und ganz viel diskutieren, abgleichen und aussortieren. und das entstehende bild ist noch immer ein müder abklatsch von der tatsächlichen wahrheit.

im bericht hier online ging es um radio, nicht um zeitungen.... um mal noch zurückzuführen. regionalradio sind gut und recht... aber etwa so sinnvoll wie gratiszeitungen. diese dienen wirklich nur als hintergrundberieselung, nur dass die qualität sogar da noch sehr zu wünschen übrig lässt. regionalradio läuft bei mir schon lange nicht mehr.... und um den rundumschlag gleich noch fertig zu machen: private fernsehstationen rundum in europa..... wie auch die regional-tv's.... sind allesamt für mich nicht sehr wertvoll sondern dienen eher zur belustigung oder verdummung.

wir sind hier im internet.... diesen kanal erachte ich als sehr wertvoll. man bekommt hier nämlich informationen aus allen möglichen gesichtspunkten. und dank ganz viel narrenfreiheit kommt hier auch mal etwas ans licht, was bezahlende möchtegern-weltherrscher nicht so gerne sehen..... egal welcher ausrichtung das sein mag.
Und was ist mit Tageszeitungen?
Seit dem immer mehr Lokale Tageszeitungen von den "Grossen" geschluckt wurden, leidet das Lokale Angebot sehr – von wegen Service Public mit aktuellen Informationen aus Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft, Politik, und Sport.

Un dann noch dies: welche Zeitungen können es sich heute noch leisten, über Geschehnisse, Anlässe usw. zu schreiben, wie es tatsächlich war. Überall nur noch der Druck: "Wenn ihr das schreibt, dann gibts keine Inserate oder Druckaufträge mehr" und dergleichen. Medienfreiheit, freie Meinungsäusserung – alles vorbei – alles Schönschreiberei. Immer mehr setzt sich das Phänomen durch: "Wer den besten Kommunikator hat, kann Mist bauen, soviel ermöchte. Unter dem Motto: Liegt die Sch*** noch so dick, mit schönschreiberischer Kommuniktion geht alles leichter".
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