Leuenberger nicht glücklich über «Radio Energy»-Deal
publiziert: Samstag, 7. Nov 2009 / 11:57 Uhr

Zürich - Bundesrat Moritz Leuenberger ist über den voraussichtlichen Verkauf der UKW-Konzession von «RMC Züri» an «Radio Energy Zürich» nicht ganz glücklich. Seiner Ansicht nach widerspicht der Verkauf dem Sinn des Radio- und Fernsehgesetzes, nicht aber dessen Wortlaut.

Unabhängige Veranstalter sollen auch Radio machen können, findet Moritz Leuenberger.
Unabhängige Veranstalter sollen auch Radio machen können, findet Moritz Leuenberger.
4 Meldungen im Zusammenhang
Das Gesetz wolle nämlich vor allem, dass auch unabhängige Veranstalter Radio machen können, erklärte der Medienminister in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Das funktioniere natürlich nicht, wenn sie ihre Konzession sofort weiterverkauften.

Doch manche Medien seien heute rein wirtschaftliche Unternehmen. «Wenn das grosse Geld lockt, lässt sich manch revolutionärer Pionier seinen rebellischen Aufbruchgeist ganz gerne vergolden; das ist nicht nur bei den Medien so», so Leuenberger.

Seiner Ansicht nach sollten unabhängige Veranstalter gegenüber potenten medialen Grosskonzernen bevorzugt werden, um einen möglichen Machtmissbrauch zu verhindern. Doch das Parlament habe es anders gewollt: Nur bei bei gleichwertigem Angebot werde der Unabhängige bevorzugt.

«Geld regiert die Welt»

Als er vom Konzessionshandel erfahren habe, sei im der Spruch «Geld regiert die Welt» durch den Kopf gegangen. Positiv sei jedoch, dass die 60 Angestellten von «Radio Energy Zürich» ihre Stelle nicht verlieren, und dass die vielen Hörer, die sich eingesetzt hätten, ihren Lieblingssender behalten könnten.

Im Programm von «Radio Energy Zürich» müssen laut Leuenberger die gleichen Informationsleistungen garantiert sein, wie sie im Gesuch von «RMC Züri» von Giuseppe Scaglione formuliert waren. Nur wenn diese Prüfung positiv ausfalle, werde die Konzessionsübertragung bewilligt. «Und dann wird die Qualität der Informationssendungen regelmässig überprüft.»

(fkl/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 7 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Der Ringier-Privatsender ... mehr lesen
Der Senderaum des Radio Energy in Zürich.
Viel Kritik am Verkauf der Monte-Carlo-Konzession an «Energy».
Zürich - Der geplante Verkauf der ... mehr lesen
Der Sender Radio Basel, der erstmals am Samstag auf Sendung geht, und das Zürcher Radio 1 haben einen Zusammenarbeitsvertrag geschlossen. (Archivbild)
Basel - In die Schweizer Lokalradiolandschaft kommt neue Bewegung: Der Sender Radio Basel, der erstmals am Samstag auf Sendung geht, und das Zürcher Radio 1 haben einen Zusammenarbeitsvertrag ... mehr lesen
Sterbehilfe 2
Ja das bestätigt nur meinen Verdacht!
Guten Tag Midas
Ja, da habe ich mich zu fest auf einen SF 1-Fernseh-Artikel bezogen. Ich hoffe doch, dass die Energy-Mitarbeiter jetzt nicht locker lassen.
Guten Tag Jorian
Danke für den Artikel. Der Bund will ja jetzt die Palliative Medizin ausbauen.
Gefällt mir auch nicht, wie Leuenberger dies formuliert hatte ...
Vielleicht hat er noch plausibere Erklärungen. Jedenfalls ist es schon so eine Sache, wenn im quasi Berlusconi-Stil gesetzliche Regelungen einfach ausgehebelt werden könnten und dies eben mittels Geld!

Oder sehe ich dies, in diesem Fall, vielleicht nicht gnz klar? Mir fehlen hier die Kenntnisse der Gepflogenheiten und der genauen gesetzlichen Regelungen - Leuenbergers Version tönt für mich da schon etwas komisch!
Abwarten Marylou
Bevor Radio Energy weitermachen kann, muss Moritzli und seine Abteilung noch das OK geben.

Unser Bundesrat auf Lebenszeit hat heute diesbezüglich schon wieder ganz dumme Sprüche rausgelassen, weil ihm irgendwie Energy einfach nicht in den Kram passt. Unterschätzen Sie diesen sozial-gutgetarnten Machtgeilen nicht. Die Kuh ist noch nicht vom Eis.
Sterbehilfe
Mensch mit Todkranken kann man mehr Geld verdienen als wie mit Toten. Es gibt jetzt wieder Leute, die da sagen der Jorian ist ein alter Zyniker, nur überlegt euch das bitte mal.

http://www.youtube.com/watch?v=sCtLyvV-vDw

Wir armen Kapitalisten sind eh die Opfer!
Radio Energy
Schön, dass es eine Zukunft für Radio Energy gibt. Der Bundesrat mischt sich zuviel in die Eigenständigkeit ein. Aktuelles Beispiel Sterbehilfe-Einschränkungen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter strengen Auflagen wieder öffnen. In einem ersten Lockerungsschritt sind an einem Tisch maximal vier Personen oder Eltern mit Kindern erlaubt.
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter ...
Publinews Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken dürfen wieder öffnen  Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 entschieden, die Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus weiter zu lockern. Ab Montag, 11. Mai 2020, können Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken wieder öffnen, in den Primar- und Sekundarschulen darf der Unterricht wieder vor Ort stattfinden und im Breiten- und Spitzensport sind wieder Trainings möglich. Das Fahrplanangebot im öffentlichen Verkehr wird deutlich erhöht. Für die Maturitätsprüfungen können dieses Jahr die Erfahrungsnoten im Zeugnis stehen, über schriftliche Prüfungen für die gymnasiale Maturität entscheiden die Kantone. Die Lockerungen werden durch Schutzkonzepte begleitet. Das Abstandhalten und die Hygienemassnahmen müssen nach wie vor eingehalten werden. Parallel zu diesen Öffnungsschritten werden die Einreisebeschränkungen gelockert. Ab dem 11. Mai soll zudem in allen Kantonen die flächendeckende Rückverfolgung ... mehr lesen  
Auch die Online Medien sollen profitieren  Bern - Die Medien sind für unsere direkte Demokratie von zentraler ... mehr lesen  
Um die Medienbranche bei der digitalen Transformation zu unterstützen, sollen neu auch Online-Medien gefördert werden.
Publinews Bern - Die sukzessive Aufhebung der Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erfordert Anpassungen bei ... mehr lesen  
Selbständigerwerbende können trotz allfälliger Öffnung am 11. Mai 2020 bis am 16. Mai weiterhin Kurzarbeitsvergütungen bekommen, wenn das Geschäft wegen hygienischen oder anderen Einschränkungen nicht so schnell an Fahrt aufnimmt.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 7°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 9°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
St. Gallen 9°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Bern 7°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 9°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 8°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 13°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten