Leuenberger setzt Arbeitsgruppe ein
publiziert: Sonntag, 17. Sep 2006 / 14:08 Uhr

Bern - Bundesrat Moritz Leuenberger hat sich in den Streit um die gescheiterte Vergabe des Neat-Bauloses Erstfeld eingeschaltet.

Moritz Leuenberger will, dass alle rechtlichen und technischen Massnahmen geprüft werden.
Moritz Leuenberger will, dass alle rechtlichen und technischen Massnahmen geprüft werden.
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Er setzte am Freitag eine Arbeitsgruppe ein, die sich der Probleme annehmen soll.

Der Verkehrsminister reagierte damit auf eine Empfehlung der Neat- Aufsichtsdelegation (NAD). Diese hatte am Donnerstag angeregt, nach Lösungen zu suchen, um die verzögerten - und so verteuerten - Bauarbeiten am letzten grossen Neat-Baulos raschmöglichst an die Hand zu nehmen.

Die Arbeitsgruppe soll nun alle rechtlichen und technischen Massnahmen prüfen, um die Verzögerungen zu minimieren oder zu kompensieren, wie Daniel Bach, Sprecher im Eidg. Deperatement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Berichte der «NZZ am Sonntag» und der «SonntagsZeitung» bestätigte.

Erfolgreich rekurriert

In der Arbeitsgruppe sitzen Vertreter des UVEK-Generalsekretariats und des Bundesamtes für Verkehr (BAV).

Zurzeit steckt die Erstellergesellschaft Alptransit AG in einer Sackgasse. Sie hatte die Arbeiten am Abschnitt von Erstfeld nach Amsteg zweimal der schweizerisch-österreichischen Strabag-Murer vergeben. Gegen beide Vergaben rekurrierte die Berner Marti AG - jedes Mal mit Erfolg.

Das Baulos Erstfeld umfasst den Vortrieb der beiden Einspurröhren für den 7,8 Kilometer langen Teilabschnitt des Basistunnels zwischen Erstfeld und Amsteg. Es geht um ein Bauvolumen von rund 430 Millionen Franken.

(rr/sda)

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