Leuenberger wartet Gutachten ab
publiziert: Donnerstag, 23. Jun 2005 / 21:15 Uhr

Bern - Der SBB-Blackout ist für Bundesrat Moritz Leuenberger ein Fingerzeig für die Abhängigkeit der heutigen Gesellschaft von modernsten Technologien.

Der Blackout sei keine Katastrophe gewesen, sagte Leuenberger.
Der Blackout sei keine Katastrophe gewesen, sagte Leuenberger.
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Ein "riesiges Lob" sprach er der gestrandeten SBB-Kundschaft für ihr solidarisches Verhalten aus.

Ursache des Blackouts sei ein Kurzschluss gewesen, sagte Leuenberger vor Journalisten. Eine kleine Ursache habe riesige Auswirkungen gezeitigt. Modernste Technologien müssten so ausgelegt werden, dass nicht ein Dominoeffekt entstehe, der Zehntausende aus ihrem Rhythmus werfe und ihnen Schaden zufüge.

Keine Katastrophe

Allerdings sei der Blackout keine Katastrophe gewesen, sagte Leuenberger, der Sachschaden sei gering. Die Techniker seien ebenso überrascht gewesen wie die Laien. Es gebe keine "organisierte Unverantwortlichkeit". Die SBB werde den Vorfall so aufarbeiten, dass die nötigen Lehren für die Zukunft gezogen werden könnten.

Die SBB müsse beispielsweise die Frage beantworten, wieso es nicht möglich gewesen sei, ihr Stromnetz zu parzellieren, oder wieso die schweizerischen Lokomotiven nicht mit einem Notstromaggregat ausgerüstet seien, das es ihnen erlaube, bis zum nächsten Bahnhof zu fahren.

"Gemeinsamkeit in der Krise"

Tief beeindruckt zeigte sich Leuenberger von der Reaktion der Reisenden. Es habe Gelassenheit und keine Gehässigkeit geherrscht. Die Menschen hätten zur "Gemeinsamkeit in der Krise" gefunden und sich solidarisch gezeigt. Das Krisenmanagement der SBB sei ganz gut gelungen.

Bevor er über politische Konsequenzen nachdenke, müsse er genau wissen, was passiert sei, sagte Leuenberger. Strom sei genügend vorhanden gewesen. Ob Einsprachen nötige Ausbauten der Hochspannungsleitungen verzögert oder verhindert hätten, könne er nicht beurteilen.

(bert/sda)

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