Leuthard fordert Reform der Sozialversicherungen
publiziert: Donnerstag, 3. Jun 2010 / 16:36 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 3. Jun 2010 / 18:29 Uhr

Interlaken - Bundespräsidentin Doris Leuthard hat zum Auftakt des diesjährigen Swiss Economic Forums in Interlaken Reformen im Sozialbereich gefordert. Ohne Reformen litten Wirtschaft und Erwebstätige.

Doris Leuthard macht sich über das festgefahrenen Sozialsystem Sorgen. (Archivbild)
Doris Leuthard macht sich über das festgefahrenen Sozialsystem Sorgen. (Archivbild)
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«Wenn es erneut gelingt, mit dem Stichwort des Sozialabbaus die Emotionen zu schüren», sagte Leuthard in Anspielung auf die bevorstehende Volksabstimmung über die Revision der Arbeitslosenversicherung, «sind die Folgen bereits ab 2011 spürbar».

Die Schweiz habe ganz allgemein im Bereich der Sozialversicherungen einen Reformstau. Auch bei der Krankenversicherung «werkle» man seit Jahren herum.

Dabei sei das Vorhandensein des Sozialversicherungen zusammen mit der grossen Innovationskraft der Schweiz und dem Fehlen von Klumpenrisiken der Grund für den wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz. Gerade die Sozialversicherungen hätten die Schweiz in der letzten Krise stabilisiert.

Ein «Neustart» für die Weltwirtschaft

Das diesjährige Swiss Economic Forum steht unter dem Motto «ReStart!». Es geht der Frage nach, was es braucht, damit es der Weltwirtschaft wieder besser geht.

Wirtschaftsprofessor und Nobelpreisträger Paul Krugman aus den USA sagte dazu, allzu striktes Sparen der Staaten sei in der jetzigen Situation nicht hilfreich. Krugman zeigte sich überzeugt, dass der Neustart kommt, aber dass es seine Zeit dauern wird.

In Bezug auf Griechenland sagte er, er erachte die Chancen dieses Lands, «irgendwie» aus der Krise herauszukommen, als 50-prozentig. Andernfalls drohe ein Szenario wie vor ein paar Jahren in Argentinien mit Bankenschliessungen und ähnlichem.

Allerdings müsse das nicht unbedingt die Katastrophe bedeuten: Argentinien habe fünf gute Jahre hinter sich.

Am Freitag kommt Tony Blair

Das Swiss Economic Forum dauert bis zum Freitagabend. Stargast am Freitag ist der frühere britische Premierminister Tony Blair. 1300 Unternehmerinnen und Unternehmer nehmen am Treffen teil.

(bert/sda)

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