Leuthard fordert Visionen und Mut
publiziert: Sonntag, 27. Aug 2006 / 18:52 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 27. Aug 2006 / 19:28 Uhr

Zug - Eine Vision für die Schweiz sowie Mut zu deren Verwirklichung forderte Doris Leuthard am Zentralfest des StV in Zug.

Leuthard forderte die farbentragenden Studenten zu Aktivität auf
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Erst am Samstag war die junge Bundesrätin als Altdame in den Schweizerischen Studentenvereins (StV) aufgenommen worden. Strömender Regen ergoss sich am Nachmittag über den Festumzug des grössen Verbandes «Farben» tragender Studierender in der Schweiz. Als Doris Leuthard ans Rednerpult trat, lachte zwar nicht gerade der Himmel, immerhin wurde der Regen etwas milder und hörte zeitweise gar auf.

Die neue Bundesrätin wandte sich deutsch, franzöisch und italienisch an die Festgemeinde. Leuthards entwarf das Bild einer solidarischen und selbstbewussten Schweiz, die nicht kleinkrämerisch ist. Sie möchte eine Gesellschaft, in der Verantwortung Lust und nicht Last bedeutet.

Nicht nur am Humpen

Und eine Arbeitswelt, in der nicht Einige Boni einstreichen und Andere um den Arbeitsplatz bangen müssten. «Der StV soll sich nicht nur am Humpen festhalten!», sagte Leuthard.

Zur Umsetzung dieser Vision brauche es Mut und Kraft. Reformen etwa in der Agrarpolitik, so die Volkswirtschaftsministerin, dürften nicht hinausgeschoben werden. Die Gelder für Bildung und Forschung dürften nicht gekürzt werden. Auch lohne sich mulitlaterales Engagement und die Anstrengung für möglichst viele Freihandelsabkommen.

Stimme erheben

Leuthard plädierte für «Virtus, Scientia, Amicitia» - Tugend, Wissenschaft, Freundschaft. Statt sich im gegenseitigen Kampf aufzureiben, sollten die Probleme in gegenseitigem Respekt und in Konsensbereitschaft gelöst werden. Heute stünden sich die politischen Pole festgefahren gegenüber. Die nötigen Reformen blieben liegen oder würden kurzfristigem Parteikalkül und anderen Interessen geopfert.

Den StV-Mitgliedern rief Leuthard zu, sich «nicht nur am Humpen und am Kantusprügel» festzuhalten, sondern den Staat wieder mitzuprägen. Der StV sei in der Vergangenheit eine grosse politische Kraft gewesen. «Heute nehme ich einen politisch stillen StV» wahr.« Sie wünsche sich einen Studenverein, der wieder seine Stimme erhebe und gehört werde.

(ht/sda)

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