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Leuthard geniesst grösstes Vertrauen der Bevölkerung
publiziert: Sonntag, 28. Feb 2010 / 11:43 Uhr

Bern - Die Bundesräte Moritz Leuenberger und Hans-Rudolf Merz haben bei der Bevölkerung ein Vertrauensproblem: Mit deutlichem Abstand klassieren sich die beiden im jüngsten Politbarometer hinter ihren Bundesratskollegen. Sie verloren erneut.

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77 Prozent der Befragten sprachen Doris Leuthard das Vertrauen aus (+ 3 Prozent). (Archivbild)
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Die rote Laterne in der Beliebtheitsskala der Bundesräte trägt neu der Infrastrukturminister Leuenberger (SP). Nur noch 43 Prozent wünschen sich, dass er eine wichtige politische Rolle spielt. In einem halben Jahr verlor er 7 Prozentpunkte. Dies geht aus dem Politbarometer hervor, welches das Institut Isopublic im Auftrag der «Sonntagszeitung» und «Le Matin Dimanche» durchführte.

Merz sackt in Vertrauensfrage schwindelerregend ab

Schwindelerregend ist aber Merz' Absacken in der Vertrauensfrage. In einem Jahr verlor der FDP-Bundesrat 34 Prozentpunkte. Er kommt noch auf einen Wert von 44 Prozent. Die Diskussionen ums Bankgeheimnis und seine Libyen-Intervention brachten den letztjährigen Bundespräsidenten zuletzt immer wieder ins Rampenlicht.

Das grösste Vertrauen in der Bevölkerung geniesst weiterhin Bundespräsidentin Doris Leuthard (CVP): 77 Prozent der Befragten sprachen ihr das Vertrauen aus (+ 3 Prozent).

Einen glänzenden Einstieg legte der neue Innenminister Didier Burkhalter (FDP) hin. Auf Anhieb durchbrach der Neuenburger die Phalanx der drei Bundesrätinnen, welche die Beliebtheitsskala seit längerem anführen. Mit einem Wert von 68 Prozent platzierte er sich direkt hinter Leuthard im zweiten Rang.

Auf Platz drei klassierte sich BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, sie musste aber einen Verlust von 7 Prozentpunkten hinnehmen. Wenn Merz die Libyen-Affäre geschadet hat, so verlieh sie der Aussenministerin Micheline Calmy-Rey (SP) offenbar Aufwind: Sie gewann 5 Prozentpunkt und liegt mit 61 Prozent auf Platz vier.

Verteidigungsminister Ueli Maurer (SVP) gehört ebenfalls zu den Gewinnern: Er legte um 4 Prozentpunkte zu und belegt mit 59 Prozent den fünften Platz.

(zel/sda)

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