Leuthard will mehr Geld für Bildung
publiziert: Samstag, 26. Aug 2006 / 11:09 Uhr / aktualisiert: Montag, 28. Aug 2006 / 09:32 Uhr

Luzern - Bundesrätin Leuthard ist mit dem vom Bundesrat angepeilten Ausgabenwachstum für Bildung, Forschung und Innovation nicht einverstanden.

Leuthard stellt sich gegen den Gesamtbundesrat.
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Wie ihre Partei, die CVP, fordert Leuthard 6 Prozent mehr. Diese 6 Prozent wären auf vier Jahre knapp vier Milliarden Franken mehr, sagte die seit gut einem Monat im Amt stehende Vorsteherin des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements in einem Interview mit der «Neuen Luzerner Zeitung». Die vom Gesamtbundesrat beantragte Aufstockung um 4,5 Prozent genüge nicht.

Der Aufbau der Fachhochschulen sei finanzintensiv, die Berufsbildung brauche mehr Mittel im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Der Unmut der Kantone sei verständlich.

Standort nicht gefährdet

Allerdings sei der Bildungsstandort Schweiz bei einem Ausgabenwachstum von 4,5 Prozent nicht gefährdet. Zur Diskussion stünden die Schwerpunkte. Die Verteilung der Mittel werde eindeutig zu wenig diskutiert.

Eine Frage sei, ob alle Hochschulen alle Studienrichtungen anbieten sollen. Bei den Fachhochschulen verfügten Bund und Kantone über Steuerungsinstrumente. Bei den Unitversitäten fehlten sie noch. Konkrete Aussagen über mögliche Schwerpunkte hielt Leuthard für verfrüht.

(ht/sda)

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