Leuthard will zusätzliche 400 Mio. gegen Arbeitslosigkeit
publiziert: Sonntag, 31. Mai 2009 / 08:09 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 31. Mai 2009 / 14:20 Uhr

Bern - Wirtschaftsministerin Doris Leuthard will stärker gegen die Arbeitslosigkeit vorgehen. Dazu will sie dem Bundesrat ein zusätzliches Massnahmenbündel in der Höhe von 300 bis 400 Mio. Franken vorlegen.

Schuldenbremse nicht sakrosankt: Doris Leuthard.
Schuldenbremse nicht sakrosankt: Doris Leuthard.
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«Wir brauchen 300 bis 400 Millionen Franken - zusätzlich zu den 600 Millionen, die wir für besondere arbeitsmarktliche Massnahmen bereits ins Budget der Arbeitslosenversicherung aufgenommen haben», sagte Leuthard in einem Interview mit der «Sonntagszeitung». Das sei eine Milliardeninvestition, die sich lohne.

Mit dem Geld soll vor allem die Jugendarbeitslosigkeit bekämpft werden. So könnten den Firmen Einarbeitsungszuschüsse bezahlt werden, damit Jugendliche leichter zu einem Job kommen könnten, sagte Leuthard. Daneben will sie Praktika und Stellen für Jugendliche finanziell fördern und die Durchdienerzahl in der Armee erhöhen.

Leuthard glaubt, dass es falsch wäre, wegen der Schuldenbremse von vornherein auf weitere konjunkturelle Massnahmen zu verzichten. «Die Schuldenbremse ist in der aktuellen schwierigen Situation nicht sakrosankt», sagte die Vorsteherin des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements (EVD).

Vor allem die Jungparteien fordern ein stärkeres Engagement des Bundes gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Sie befürchten, dass die Wirtschaftskrise eine «Generation Praktikum» hervorbringt. Bei diesem Phänomen beschäftigen Unternehmen hochqualifizierte Praktikanten unterbezahlt oder sogar ohne Lohn und ohne reguläre Anstellung.

(ht/sda)

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