Libanesische Konfliktparteien einigen sich auf Krisenende
publiziert: Mittwoch, 21. Mai 2008 / 08:17 Uhr

Doha - Die Konfliktparteien in Libanon haben sich auf ein Ende der 18-monatigen politischen Krise verständigt. Das teilten Abgesandte der pro-westlichen Regierungskoalition und der vom Iran und Syrien unterstützten Hisbollah in Katar mit.

Die Einigung macht den Weg für das Parlament frei, Armeechef General Michel Suleiman zum Präsidenten zu wählen.
Die Einigung macht den Weg für das Parlament frei, Armeechef General Michel Suleiman zum Präsidenten zu wählen.
4 Meldungen im Zusammenhang
Dort hatten die beiden Parteien in den letzten sechs Tagen verhandelt. Die Vereinbarung erfülle unter anderem die Forderungen der Opposition nach einem Vetorecht im Kabinett, hiess es.

Die Einigung macht den Weg für das Parlament frei, Armeechef General Michel Suleiman zum Präsidenten zu wählen. Der Posten ist wegen des Konflikts seit Monaten vakant. Die 19-mal verschobene Wahl könnte bereits am Donnerstag oder Freitag über die Bühne gehen, sagte der oppositionelle Abgeordnete Ali Hasan Chalil.

Seit dem vergangenen November, als der von Syrien unterstützte Präsident Emile Lahoud zurücktrat, ist das Land ohne Staatsoberhaupt.

Die Gespräche in Doha waren von der Arabischen Liga vermittelt worden. Die Gespräche beendeten die schwersten Kämpfe unter Anhängern der zerstrittenen Parteien seit dem Bürgerkrieg von 1975 bis 1990. Die seit anderthalb Jahren anhaltende Krise war letzte Woche eskaliert.

Anlässlich eines Generalstreiks kam es zu ersten Scharmützeln; als kurz darauf der Chef der Schiiten-Miliz Hisbollah, Hassan Nasrallah, der Regierung eine «Kriegserklärung» vorwarf, entwickelten sich heftige Feuergefechte zwischen Sunniten und Schiiten in mehreren Stadtteilen der Hauptstadt Beirut. Dabei wurden nach unterschiedlichen Angaben zwischen 65 und 82 Menschen getötet.

(smw/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Beirut - Der neue libanesische Präsident Michel Suleiman hat am Montag sein Amt ... mehr lesen
Suleiman war am Sonntag vom Parlament in Beirut zum neuen Staatspräsidenten gewählt worden.
Armeechef Michel Suleiman.
Beirut - Das libanesische Parlament ... mehr lesen
Doha - Die libanesische Opposition ... mehr lesen
Die Opposition fordert die Wahl des Maroniten Suleiman zum Präsidenten.
Premierminister Fuad Siniora hat sich heute Nachmittag erstmals zur Gewalt geäussert.
Beirut - Nach kurzer Pause ist die ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung Frieden.
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung ...
Positive Elemente für Friedensinitiative  Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zu neuen Verhandlungen über einen Friedensplan arabischer Staaten bereit erklärt. Netanjahu sagte am Montagabend in Jerusalem, die Friedensinitiative von 2002 enthalte positive Elemente. mehr lesen 
Israel  Jerusalem - Der rechts-nationalistische Politiker Avigdor Lieberman ist im Parlament als Israels neuer Verteidigungsminister vereidigt worden. 55 von 120 Abgeordneten ... mehr lesen
Avigdor Lieberman.
Recep Tayyp Erdogan: Liefert Anstoss, Strafgesetzbücher zu entschlacken.
Andreas Kyriacou Die Klage des türkischen Möchtegern-Alleinherrschers Recep Erdogan gegen den ... mehr lesen   2
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 4°C 12°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 4°C 15°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
St. Gallen 3°C 11°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Bern 3°C 12°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Luzern 5°C 12°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 4°C 15°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
Lugano 7°C 16°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten