Libyen-Streit: Die Schweiz bleibt hart
publiziert: Dienstag, 16. Feb 2010 / 14:36 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 16. Feb 2010 / 20:43 Uhr

Bern/Brüssel - Im Streit mit Libyen hält die Schweiz trotz Kritik aus Italien an ihrer restriktiven Visa-Politik fest. Das machte das Aussenministerium in Bern deutlich. Die Äusserungen von Italiens Aussenminister Franco Frattini mochte das EDA nicht kommentieren.

Franco Frattini wetterte gegen die Schweiz.
Franco Frattini wetterte gegen die Schweiz.
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«Die Schweiz verfolgt weiterhin eine restriktive Visa-Politik», erklärte Adrian Sollberger, Sprecher des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), auf Anfrage. Bern habe die Visa-Politik gegenüber Libyen im Herbst 2009 verschärft, nachdem zwei Schweizer von den libyschen Behörden während 52 Tagen entführt worden seien, rief Sollberger in Erinnerung.

Die beiden Schweizer würden bereits seit Sommer 2008 in Libyen festgehalten, gab der EDA-Sprecher zu bedenken. Libyen verweigert ihnen die Ausreise als Folge der vorübergehenden Verhaftung von Hannibal Gaddafi am 15. Juli 2008 in Genf. «Die Schweiz hat sich stets um eine diplomatische Lösung der Differenzen mit Libyen bemüht», beteuerte Sollberger.

Kritik an Schweizer Politik

Der Anwalt der beiden in Libyen festgehaltenen Schweizer hingegen hat dem Bundesrat vorgeworfen, eine Lösung der Krise zwischen Tripolis und Bern hinauszuzögern. Mit ihrer Haltung verschlechtere die Schweizer Regierung die Situation seiner Mandaten.

Der italienische Aussenminister Franco Frattini hat dem Bundesrat vorgeworfen, er missbrauche in seinem Streit mit Libyen das Schengen-Abkommen.

Aufenthaltsbewilligung als Voraussetzung

Doch trotz offiziellen Einreiseverbots lässt Libyen weiterhin Bürger aus dem Schengen-Raum ins Land. Das geht aus Angaben der deutschen Fluggesellschaft Lufthansa und des italienischen Aussenministeriums hervor.

Die EU hatte bestätigt, dass Libyen zurzeit keine Visa an Schengen-Bürger ausstellt. Mehrere Länder raten dementsprechend ihren Bürgern vor Reisen nach Libyen ab. Deutschland und Frankreich weisen aber auch darauf hin, dass die Einreise mit einer gültigen Aufenthaltsbewilligung weiterhin möglich sein soll.

(fest/sda)

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Na ja, der Kubra gibt ja jetzt mal dem lieben Gott Nachhilfestunden, solange müssen wir auf seine Allerweltsweisheiten leider verzichten.

Sogar der Zeitgeistsurfer Blocher hat einiges begriffen, und der ist auch schon ein wenig betagt.

So ist's halt, Einfalt ist an kein Alter gebunden.
Lieber Caissa und Thomy
Herzlichen Dank fürs Dichten.
In der heutigen Zeitung finden sich bereits gedruckte Verse so z.B.

Minarett mache Angscht und Bang
E Zaiche vo Macht und Herrscherdrang
Aber au unseri Kirche isch nid ganz ohni,
Wärs nit glaubt, frogt dr Berlusconi. (Die Haiggle)

Einer gefällt mir besonders gut, passt aber eigentlich nicht hier zum Thema:

E UBS-Bängger ganz grien und blau aagloffe isch.
I mach e Luftröhreschnitt, jä do bini halt gschiggt,
Sunscht wär mir dä Siech an sim Bonus verstiggt. (Doggter FMH)

Schönen Tag wünsche ich Ihnen!
Liebi Valerie, ...
... das isch jo doof,
wie dr Ghadaffi, wie ne Goof,
z'Tripolis tuet ume posiere ...
Sin Hirntumor tuet ihn schiniere,
so stargg, dass är sich nit cha gspiire,
und siini Döggter hie bi uns,
die wurde gärn ihn revidiere.

Drfir schickt är dr Kranki,
anderi drfir i d'Chischte,
als Kranke är sich denn cha brischte!

Me miesst de Dubel chenne schrecke
und fir es Wili au is Gfängnis stegge,
so wurd är grad mal richtig lehre,
was Angscht ha heisst,
und me sich nid cha wehre!
------------------

So etwas könnte ein Fasnachtsvers gehen!
Oder "Stellsch em Ghadaffi ds Bäi ...
chunsch mit Sicherheit fascht nimme häi!


Ja die Schnitzelbänke Valerie
geniesse ich jeweils auch, jedoch besonders wegen den tollen,farbigen, köstlichen Masken. Die Texte lese ich jeweilen lieber später in der Zeitung und lasse diese süffisant und in Weile auf mich einwirken und bewundere dann die Kraft in Wort und Witz.

Viel Vergniege bim zueloose
vergnieg Dich nach Note
bim e Glääsli Rote
Mach aber vor lache nid i d'Hoose


No en Schnitzel
In Forum wenns um Politik gaht
geit's vo morge früeh bis Abig spaht
um schwarz,brun,grüen,rot und andere Töön
ir Farbelogik sind's kei Glöön

Drum säg ich mir als chliine Wicht
Wenn's Pinsel hättid zum d'Farbe moole,
derzue der Muet und wäres unverhoole
bim schaffe, schlarge, Liinwand beschmiere,
denn hättets am Ändi im Gaddafi sis Gsicht
Lieber Caissa,
vielen Dank für den netten Vers.
Leider habe ich kein grosses Talent zum Verse schreiben, sonst würde ich auch einen kreieren.

Aber ich freue mich schon auf die Zusammenfassung der Basler Fasnacht im SF TV, die Schnitzelbänke will ich nie verpassen, damit die Lachmuskeln auch wieder einmal trainiert werden.
Danke Caissa
Sehr gut Caissa. Mir fehlt leider das Talent für Schnitzelbänke, sonst hätte ich für Valerie einen geschrieben.

Zu Valerie aber, ja ich glaube sogar dass man einige arabische Staaten nur mit Humor erträgt.
En Färs für d'Valerie u alli andere
S'News Forum isch en Gueti Sach
mir chan da drinn ja soo viel läse,
da chlöpfts und tätscht's und mer macht Krach
und d'Platzhirsch triibe ihres Wäse.

Ich frage mich so langsam ou!
warum tüend die soviel Zyyt vergüüde
mit schriibe,schimpfe enand belüüge,
git's nüt anders tue, fählt d'Fantasie,
händ's überhaupt e liebi Frou?
Leistung muss sich lohnen
Wenn nun aber jemand unter Aufbietung all seiner geistigen Kräfte nach Jahren des Nachdenkens nichts weiter als die Allerweltsweisheit "Der Staat muss nur den Rahmen bilden:" aus sich herausholt, noch Leistung genannt werden kann.
Heute hat die Basler Fasnacht
begonnen.

Wie wäre es, wenn die Platzhirsche hier im Forum einmal ein paar lustige Schnitzelbankverse zum Besten geben würden, anstatt sich dauernd Bösartigkeiten an den Kopf zu werfen?

Gibt es eigentlich auch Humor im arabischen Raum oder ist das auch verboten?
.
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