Libyen hat eine neue Regierung
publiziert: Mittwoch, 31. Okt 2012 / 23:11 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 31. Okt 2012 / 23:46 Uhr
Ministerpräsident Ali Seidan. (Archivbild)
Ministerpräsident Ali Seidan. (Archivbild)

Tripolis - Nach wochenlangem Hickhack hat Libyen eine neue Regierung: Das Parlament in Tripolis stimmte am Mittwoch dem neuen Kabinett von Ministerpräsident Ali Seidan zu.

4 Meldungen im Zusammenhang
Ein erster Versuch hatte am Tag zuvor noch im Chaos geendet, weil die Parlamentarier lautstark stritten und junge «Revolutionäre», die mehr Ämter für Politiker aus Tripolis forderten, den Saal stürmten. Seidans Vorgänger Mustafa Abu Schagur war Anfang Oktober mit seinen Vorschlag für ein Kabinett im Parlament gescheitert.

Daraufhin war der als liberal geltende Seidan mit der Regierungsbildung beauftragt worden, der vor der Revolution im Exil in München lebte. Die neue Regierung umfasst 29 Minister und 3 stellvertretende Ministerpräsidenten, die einem breiten Parteienspektrum angehören.

Ihre grösste Herausforderung wird es sein, die Sicherheit in dem von Krisen gebeutelten Land wieder herzustellen. Das Kabinett löst eine Übergangsregierung ab, die noch von den Führern der Revolution benannt wurde und als wenig effizient gilt.

«Jede Verzögerung hat auch ihr Gutes»

Unter Muammar al-Gaddafi, der im vergangenen Jahr von den Revolutionären erst entmachtet und dann getötet worden war, gab es in Libyen weder Parteien noch ein Parlament. Die 200 Abgeordneten des neuen Parlaments waren im Juli gewählt worden.

Der frühere Oppositionelle Ali Seidan hatte das Chaos gelassen genommen. «Jede Verzögerung hat auch ihr Gutes», zitierte er ein arabisches Sprichwort. Anders als bei seinem Vorgänger Mustafa Abu Schagur wurde diesmal nicht einzeln über jeden Minister abgestimmt, sondern einmal über die gesamte Liste.

Islamisten kritisieren Sufi-Minister

Kritik an der Kabinettsliste kam von den radikal-islamischen Salafisten. Sie erklärten laut Medienberichten, der designierte Minister für islamische Stiftungen gehöre der Glaubenschule der Sufis an und sei deshalb für sie nicht akzeptabel.

Die beiden grössten Fraktionen im Parlament - die islamistische Partei für Gerechtigkeit und Aufbau und die liberale Nationale Allianz - äusserten sich zwar kritisch zu einigen der vorgeschlagenen Minister. Am Ende trugen die Parteien, die beide an der Regierung beteiligt sind, die Kabinettsliste aber mit.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Tripolis - Die Parlamentswahl und die Regierungsbildung liefen noch halbwegs glatt, doch jetzt stockt der politische Prozess ... mehr lesen
Die Protestaktionen sollten am 15. Februar beginnen. (Symbolbild)
Tripolis/Istanbul - Die Minister der neuen libyschen Regierung müssen vor ihrer Vereidigung noch eine Hürde nehmen. Eine sogenannte Redlichkeitskommission untersucht Korruptionsfälle und Verbrechen aus der Zeit von Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi. mehr lesen 
Keine Ruhe in Bani Walid. (Archivbild)
Tripolis - Ungeachtet tagelanger Kämpfe um Bani Walid hat die libysche Armee nach eigenen Angaben weiterhin keine Kontrolle ... mehr lesen
Tripolis - Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Wochen hat das libysche Parlament einen neuen Ministerpräsidenten bestimmt. Die Wahl fiel auf einen langjährigen Gegner des früheren Machthabers Muammar al-Gaddafi, auf den Ex-Diplomaten Ali Sidan. mehr lesen 
Die beiden Attentäter hatten vor dem Veranstaltungszentrum das Feuer ...
Terroranschlag in Texas  Dallas/Bagdad - Die IS-Terrormiliz hat sich zu dem Anschlag auf einen Wettbewerb von Mohammed-Karikaturen im US-Bundesstaat Texas bekannt. Zwei «Soldaten» des Islamischen Staates (IS) hätten auf die Ausstellung geschossen. 
«Die Polizei vermutet, dass sich im Fahrzeug explosives Material befindet, das Bombenentschärfungsteam ist am Tatort»
Zwei Tote nach Anschlag auf islamkritische Ausstellung in den USA Dallas - Nach einem bewaffneten Angriff auf eine Ausstellung von Mohammed-Karikaturen sind im ... 1
Zehntausende Kinder als Soldaten missbraucht - auch von IS Köln - Jedes Jahr werden Zehntausende Kinder als Soldaten rekrutiert und zum Kämpfen ...
«Zurzeit sind so viele Kinder von bewaffneten Konflikten betroffen wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr»
Im Südsudan leben Tausende Kinder ohne Zukunftsperspektiven in Flüchtlingscamps - die Verzweiflung treibt sie oftmals in die Hände der Milizen.
Südsudan: Kinder als Soldaten eingesetzt Rund 300'000 Minderjährige werden weltweit als Kindersoldaten missbraucht. Wie viele tatsächlich im Einsatz sind, ist schwer ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2985
    Gerade... Mexiko und Brasilien spiegeln die gewaltigen sozialen Probleme des ... heute 12:50
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2985
    Zustrom Peter Sutherland, der UN-Sonderbeauftragte für internationale Migration ... heute 12:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2985
    Angesichts.... der Bewaffnung und Stärke, der Aggressivität und Ausbreitung von B H ... gestern 17:22
  • Kassandra aus Frauenfeld 1327
    Es pfanzt sich fort... Die wegen Rassenwahn fast Ausgerotteten werden selbst wieder ... gestern 17:02
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2985
    Scheint... momentan einiges schief zu laufen. Aufgrund des demografischen Wandels ... gestern 12:52
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2985
    Dass... äthiopische Juden meist sehr zionistisch eingestellt sind wird im ... gestern 12:29
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2985
    Im... Zusammenhang mit solchen Taten von Islamisten fällt immer wieder der ... gestern 11:08
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2985
    Dass... in KSA seit Jahrzehnten genau der Islam so ausgelegt und praktiziert ... So, 03.05.15 12:12
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 15°C 18°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Basel 12°C 15°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 20°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Bern 13°C 19°C bewölkt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Luzern 13°C 24°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Genf 15°C 19°C bewölkt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 13°C 22°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten