Festakt zur Befreiung am Sonntag
Libyen wählt spätestens nächsten Sommer
publiziert: Samstag, 22. Okt 2011 / 08:33 Uhr / aktualisiert: Samstag, 22. Okt 2011 / 18:44 Uhr
Zeremonie am Sonntag: Rebellen in Libyen. (Archivbild)
Zeremonie am Sonntag: Rebellen in Libyen. (Archivbild)

Tripolis - Nach dem Tod von Muammar al-Gaddafi hat die Übergangsregierung der libyschen Bevölkerung Wahlen bis spätestens nächsten Sommer versprochen. Zunächst müssten die Waffen von den Strassen verschwinden und halbwegs geordnete Verhältnisse wiederhergestellt werden, sagte Ministerpräsident Mahmud Dschibril.

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Die erste Parlamentswahl solle dann spätestens in acht Monaten stattfinden, sagte Dschibril am Samstag auf einem Wirtschaftsforum in Jordanien weiter. Dieser neu gewählte Nationalkongress werde anschliessend eine Übergangsregierung bestimmen und eine Verfassung ausarbeiten, über die die Bevölkerung dann in einem eigenen Referendum entscheiden solle.

Der Übergangsrat wollte nach dem Sturz des Gaddafi-Regimes am Sonntag offiziell die «Befreiung» des Landes ausrufen. Informationsminister Mahmud Schammam sagte dem Sender Al-Dschasira, der Vorsitzende des Übergangsrats, Mustafa Abdul Dschalil, werde offiziell die feierliche Erklärung zur vollständigen Befreiung des Landes am gegen 15.00 Uhr (MESZ) auf dem Hauptplatz in Bengasi abgeben.

Herausgabe des Leichnams gefordert

Gaddafis Familie verlangte von der Übergangsregierung die Herausgabe des Leichnams des Ex-Diktators. Der Körper müsse an Gaddafis Stamm in der Stadt Sirte übergeben werden, um ihn nach islamischem Regeln beerdigen zu können, hiess es in einer Erklärung, die von einem syrischen Fernsehsender veröffentlicht wurde.

Die Familie forderte auch den Leichnam von Gaddafis Sohn Motassim, der wie sein Vater am Donnerstag getötet wurde, als Kämpfer der Übergangsregierung Sirte einnahmen. Der als Nachfolger Gaddafis gehandelte Sohn Saif konnte nach Angaben des Übergangsrats in Richtung südlicher Grenze fliehen.

Gaddafis Todesumstände weiter unklar

Gaddafi war in Sirte offenbar nach einem NATO-Angriff auf seinen Konvoi lebend gefangen genommen, dann jedoch unter bislang ungeklärten Umständen getötet worden. Zahlreiche Vertreter der Weltgemeinschaft, unter anderem die Vereinten Nationen, die USA und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International, verlangten eine genaue Untersuchung der Todesumstände.

Die Leiche Gaddafis war am Freitag in einem Kühlraum in der Stadt Misrata zur Schau gestellt worden. Etliche Menschen fotografierten den Körper mit ihren Handys. Ein Kommandant in Misrata sagte, Gaddafi werde wie jeder Muslim seine Rechte bekommen und würdevoll behandelt.

(bg/sda)

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