Islam in der Verfassung gefordert
Libysche Islamisten erobern Regierungssitz
publiziert: Samstag, 21. Jan 2012 / 22:04 Uhr
Das Rechtssystem des neuen libyschen Staates soll gemäss Mustafa Abdul Dschalil überwiegend von der Scharia beeinflusst sein.
Das Rechtssystem des neuen libyschen Staates soll gemäss Mustafa Abdul Dschalil überwiegend von der Scharia beeinflusst sein.

Bengasi - Demonstranten haben am Samstag den Sitz des libyschen Übergangsrats in der früheren Rebellenhochburg Bengasi gestürmt. Nach einer stundenlangen Belagerung sei das Gebäude angegriffen worden, sagte ein Mitglied des Übergangsrates.

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Die Demonstranten hätten dort mehrere Büros verwüstet. Am Sitz des Übergangsrates demonstrierten im Tagesverlauf hunderte Menschen für mehr Transparenz und den Ausschluss von früheren Verantwortlichen der Führung um Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi von wichtigen Posten.

Bis zum Abend stieg die Zahl der Demonstranten auf rund 1500, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. Mehrere Granaten explodierten. Bereits am Freitag hatten bis zu 3000 Menschen für die Einführung des islamischen Rechtssystems Scharia demonstriert.

Proteste der Islamisten

Einige Demonstranten hielten den Koran hoch. In einem Flugblatt forderten die Teilnehmer, dass der Islam als Staatsreligion in der Verfassung verankert wird. Dieser Artikel dürfe nicht in einem Referendum über die Verfassung zur Abstimmung stehen. Die Demonstranten sprachen sich auch gegen einen Föderalstaat aus.

Unter den Teilnehmern war Ghaith al-Fachri, einer der führenden Köpfe der islamistischen Bewegung in Libyen. Der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrates des nordafrikanischen Landes, Mustafa Abdul Dschalil, hatte am 23. Oktober zugesagt, dass das Rechtssystem des neuen libyschen Staates überwiegend von der Scharia beeinflusst sein soll.

(bert/sda)

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