«Für diesen Konflikt gibt es keine militärische Lösung»
Libysche Rebellen kämpfen um Öl-Hafen Brega
publiziert: Samstag, 9. Apr 2011 / 17:10 Uhr
Die libyschen Rebellen kommen mit kleinen Schritten vorwärts.
Die libyschen Rebellen kommen mit kleinen Schritten vorwärts.

Benghasi/Kapstadt/Kairo - Die Milizen der libyschen Regimegegner haben geringfügige Erfolge bei ihrem Vorstoss auf den Öl-Hafen Brega verbucht. Trotz fortgesetzten Artilleriebeschusses durch die Truppen des Machthabers Muammar al-Gaddafi machten sie etwas Boden gut, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira.

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Regierungstruppen beschossen unterdessen Stellungen der Aufständischen westlich der Stadt Adschdabija. Die Rebellen waren dadurch erneut zum Rückzug in die Stadt im Osten Libyens gezwungen. Seit mehr als einer Woche ist die Wüstenebene zwischen Adschdabija und dem 80 Kilometer entfernten Ölhafen ABrega Schauplatz heftiger Kämpfe.

Auch die Verteidiger der Grossstadt Misrata, 210 Kilometer östlich von Tripolis, konnten sich trotz immenser Schwierigkeiten gegen die Gaddafi-Verbände behaupten.

Die Aufständischen drängten am Freitag die Regime-Trupps auf der strategisch wichtigen Tripolis-Strasse zurück und wehrten ihren Vorstoss entlang der Küstenstrasse zum Hafen ab, teilte das örtliche Verteidigungskomitee in der Nacht zum Samstag mit. Dabei seien auch zwei Panzer der Pro-Gaddafi-Truppen zerstört worden.

Hilfe für die Belagerten

Am Samstag legte ein Schiff des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) im Hafen von Misrata an, wie eine Sprecherin der Organisation in Genf bestätigte.

Es habe medizinische Hilfsmittel geladen und werde nun das Hauptspital der Stadt mit dem Notwendigsten versorgen. Misrata wird von Gaddafi-Truppen seit 40 Tagen belagert, die Bewohner sind von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten.

Die NATO muss sich seit Tagen Kritik von den Rebellen gefallen lassen, dass sie mit ihren Luftangriffen insbesondere im Fall von Misrata nicht genug tut, um Zivilisten zu schützen.

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hält die Militäroperation des atlantischen Bündnisses in Libyen nicht für ausreichend, um dem Land den Frieden zu bringen. «Die ehrliche Antwort lautet: Für diesen Konflikt gibt es keine militärische Lösung», sagte Rasmussen in einem Interview des Nachrichtenmagazins «Spiegel».

OAU will vermitteln

Derweil bringt sich die Afrikanische Union als Vermittlerin ins Spiel. Eine hochrangige Delegation der Organisation mit dem südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma an der Spitze wird am Sonntag nach Tripolis und am Tag darauf nach Benghasi reisen.

(dyn/sda)

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