Unruhen in Libyen
Libyscher Justizminister tritt zurück
publiziert: Montag, 21. Feb 2011 / 11:35 Uhr / aktualisiert: Montag, 21. Feb 2011 / 16:08 Uhr

Tripolis - Die Ereignisse überschlagen sich: Der libysche Justizminister ist einem Medienbericht zufolge aus Protest gegen die Unterdrückung von Demonstrationen zurückgetreten. Mustafa Mohamed Abud al-Dscheleil habe wegen des exzessiven Einsatzes von Gewalt seinen Rücktritt erklärt, berichtete die libysche Zeitung «Kurina» am Montag.

5 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Weitere Informationen
Live Blog zu Libyen von «Al Jazeera».
blogs.aljazeera.net/middle-east

Die Zeitung erklärte, sie habe selbst mit dem Minister am Telefon gesprochen. Eine offizielle Stellungnahme zu dem Bericht gab es zunächst nicht.

Mittlerweile meldet die «BBC» und weitere Medien, dass die östliche Stadt Bengasi in den Händen der Opposition ist. Die Aufständischen haben die alte libysche Flagge auf verschiedenen Gebäuden gehisst.

Grosskonzerne ziehen Personal ab

Wegen der Unruhen in Libyen ziehen immer mehr internationale Unternehmen ihr Personal aus dem nordafrikanischen Land ab. Auch der Schweizer Technologiekonzern ABB mit zehn Mitarbeitern vor Ort beobachtet die Lage sorgfältig.

Unter den ABB-Mitarbeitern in Libyen sind allerdings keine Schweizer Staatsbürger. Bis auf weiteres verzichtet der Konzern auf Geschäftsreisen in das von Unruhen geschüttelte Land.

Der norwegische Ölkonzern Statoil hingegen begann bereits am Montag, «eine Handvoll» ausländische Beschäftigte ausser Landes zu bringen, wie ein Sprecher in Oslo sagte. Der Sitz des Unternehmens in der Hauptstadt Tripolis sei geschlossen worden.

Der britische Ölkonzern BP bereitete eine mögliche Evakuierung innerhalb von 48 Stunden vor. Im Falle einer Evakuierung müssten auch laufende Bohrungen im Westen des Landes eingestellt werden, sagte ein BP-Sprecher. Der Konzern beschäftigt in Libyen 140 Mitarbeiter, 40 davon sind Ausländer.

Ölpreis steigt wegen Unruhen

Die Unruhen in dem Land trieben den Ölpreis für die Nordseesorte Brent am Montag über die Marke von 105 Dollar pro Barrel - der höchste Stand seit Ende September 2008.

In letzter Zeit hat Libyen auch das verstärkte Erschliessen seiner Gasvorräte begonnen. Zuletzt führte Libyen zehn Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr aus.

Botschafter befragt

Die britische Regierung hat den libyschen Botschafter in London einbestellt, um ihre «absolute Verurteilung» der tödlichen Gewalt gegen Demonstranten klarzumachen.

«Die Glaubwürdigkeit der Regierung ist beschädigt, weil sie ihre Bürger nicht schützt und auf ihre berechtigten Forderungen nicht eingeht», sagte Aussenminister William Hague am Montag an einem EU-Ressortcheftreffen in Brüssel.

(fkl/news.ch mit Agenturen)

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Glanzidee
Hei darauf hätte ich auch kommen sollen!

Gaddafi würde sich, als Revolutionsführer, wunderbar als neuer Kopf der SVP machen! Sein Politstil passt da ja wunderbar. Und ein Hauch (offener) Diktatur würde der Partei auch gut stehen.
Nur was machen wir dann mit Blocher?

Allerdings könnte man Gaddafi auch zum Nationalbankpräsidenten machen, ein Gaddafi weiss schliesslich wie man zu Geld kommt und dieses verwaltet.

Oder wie wäre es als neuer SF-Nachrichtensprecher? Oder nein! Noch besser, neuer Arena Moderator!
Das wär doch spannend! Dann könnte man live gleich ein paar Linke er*********. Vielleicht wäre dann auch die SVP wieder zufrieden mit der Sendung.

Andererseits würde sich Gadaffi auch gut als Teppichvorleger bei Merz Cheminee machen.
Humanitäre Tradition der Schweiz.
Ich finde Die Schweiz sollte Gaddafi Asyl gewähren. Gründe dafür gibt es genug.
Einige davon sind, wir haben eine humanitäre Tradition und bei uns bekommt jeder Hilfe, der sie wirklich braucht. Wenn dieser Hilfsbedürftige noch genügend Kohle mitbringt, sind wir gleich noch etwas humaner.

Und.... die Schweiz ist ein kleines Land mit wenig Landreserven. Es könnte nichts schaden jemanden in unseren Reihen zu wissen, der aktiv frischen Wind in die geographischen Strukturen bringt.

Und nicht zuletzt, uns fehlen die Identifikationsfiguren . Der Tell, war ja nur eine Fiktion von Schiller (emne Schwoob). Auch Hier könnte der gute Muammar einspringen.

Ein echter Schweizer (eingebürgerter) Revolutionsführer!
Das wäre doch mal etwas.
wo ist der Kamelzüchter?
Wo hat der Nomade sein Zelt aufgestellt? Um die Unruhen zu vermeiden, kann er "sein" Land aufteilen auf die umliegenden Staaten. Er selbst kann dann in der Wüste Kamele züchten.
Volk vs Gaddafi
Jetzt wird sich weisen, ob das Volk genug Motivation hat und genug Leute bereit sind für die Sache zu sterben um Gaddafi zu stürzen.

In Lybien kann nur etwas besseres nachkommen, selbst wenn es zuerst Bürgerkrieg geben muss.
.
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