Libysches Schiff steuert Israels Hafen von Gaza an
publiziert: Sonntag, 11. Jul 2010 / 17:32 Uhr
Israels Verteidigungsminister Ehud Barak sprach von einer «überflüssigen Provokation».
Israels Verteidigungsminister Ehud Barak sprach von einer «überflüssigen Provokation».

Jerusalem - Der Streit um einen von der libyschen Gaddafi-Stiftung organisierten Frachter mit Hilfslieferungen für den Gazastreifen spitzt sich zu. Das Schiff stach am Samstag von Griechenland aus in See und steuerte offenbar trotz israelischer Warnungen den Hafen von Gaza an.

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Israels Verteidigungsminister Ehud Barak nannte den neuen Versuch, die Blockade zu durchbrechen, eine «überflüssige Provokation». Er riet den Organisatoren, den Frachter in die Häfen im israelischen Aschdod oder ägyptischen El Arisch einlaufen zu lassen.

Von dort könnten die Waren nach einer Sicherheitskontrolle in das Palästinensergebiet weitergeleitet werden. Der israelische Minister Jossi Peled warnte am Sonntag im Armeeradio, die Regierung werde dem Schiff nicht erlauben, seine Fracht im Hafen von Gaza zu löschen.

Israel befürchtet als Hilfen getarnte Waffenlieferungen an radikale Palästinenser, die das Land vom Gazastreifen aus regelmässig mit Raketen und Granaten beschiessen. Ein Armeesprecher sagte, die israelische Marine sei «auf der Hut» und verfolge die Route des Schiffes aufmerksam.

Ende Mai hatten israelische Spezialkräfte in internationalen Gewässern eine Hilfsflotte für die Menschen im abgeriegelten Gazastreifen gewaltsam gestoppt. Dabei waren neun türkische Staatsbürger ums Leben gekommen. Der Angriff war international scharf verurteilt worden.

Widersprüchliche Angaben

Das unter moldauischer Flagge fahrende Schiff «Amalthea» hatte am Samstagabend den griechischen Hafen Lavrio 60 Kilometer südöstlich von Athen verlassen. In drei bis vier Tagen wird es vor der Küste des Gazastreifens erwartet.

Der Frachter hat nach Angaben der Gaddafi-Stiftung 2000 Tonnen Medikamente und Nahrungsmittel geladen. Insgesamt seien 21 Menschen an Bord, darunter 12 Besatzungsmitglieder.

Israel hatte zuvor erklärt, eine direkte Lieferung der Hilfen nach Gaza auf diplomatischem Wege gestoppt zu haben. Der Geschäftsführer der Stiftung, Jussef Sawan, widersprach den israelischen Angaben allerdings. «Das Schiff steuert wie geplant Gaza an», sagte Sawan am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.

(fkl/sda)

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ga ga gaddafi
hier noch ein Wort, das ich einfach mal weiterreiche
http://www.wengenschnee.ch/dabufantastic/wordpress/wp-content/uploads/...
Nicht
unbedingt das letzte. Obwohl - heute das letzte von mir. Ich geh schlafen.
Auch Ihnen eine gute Nacht.
unfair, kubra
das war keine Frage, die ich Ihnen nicht gestellt hatte.

Meine Antworten finde ich sehr kompetent und intellektuell. Sie auch? Das ist wieder eine Frage, die ich Ihnen stelle und die Sie absolut nicht zu beantworten brauchen, ausser, Sie möchten unbedingt das letzte Wort haben.
Aber sowieso
Damit wär diese Frage schon mal beantwortet.
Wie finden Sie eigentlich Ihre Antworten?
Ja, das könnten sie,
die Israelis. Aber zuerst müssten sie bei den nächsten Wahlen die richtige Entscheidung treffen.

Was die Suche betrifft, ich habe am Sonntag zum ersten Mal und gestern zum letzten Mal gesucht, aber nichts brauchbares gefunden. Wie Sie auch festgestellt haben, variieren die Zahlen enorm.

Und da gebe ich kubra recht: Es kommt oft (wollte zuerst immer schreiben) darauf an, von welcher Seite man das sehen will. Und wo man sucht.

Aber danke nochmals, dass Sie meine Frage ernst genommen haben. So hatte ich sie nämlich auch gemeint.
Bitte
Es sind Zahlen die ich nach kurzer Suche gefunden habe. Man kann darum herum reden wie man will, der Gaza Streifen ist ein Gefängnis mit 1.5 Millionen Menschen. Sie werden in Geiselhaft genommen, weil es leider einfacher ist mit Gewalt zu reagieren, als intelligentere Lösungen zu finden. Ich nehme niemanden in Schutz, die Hamas Leute sind sehr gefährliche Fanatiker, denen man so schnell wie möglich das Wasser abgaben muss. Das geht aber bestimmt nicht mit Panzern und Kampfflugzeugen bekämpfen kann. Tod und Zerstörung erzeugt immer nur neu Gewalt. Irgend jemand muss diesen Teufelskreis aufbrechen, ich denke das nur Israel das kann.
Auch im Westjordanland wird es früher oder später wieder Gewalt geben. Solange Israel immer neues Land enteignet um Siedlungen zu bauen, wird sich die Situation nicht verbessern.
Die schwierigsten Entscheidungen hat bestimmt Israel zu treffen. Sie sind aber die einzigen die auch die richtigen Entscheidungen treffen können. Die Hamas wird das bestimmt nicht tun, und auch die Palästinenser Regierung wird es nicht können, dafür ist sie viel zu schwach. Die Menschen in den Gebieten brauchen eine Perspektive, und nein Kubra, die Gebiete gehören nicht zu Israel, da können Sie sich auf den Kopf stellen. Früher oder später wird es einen Palästinenser Staat geben, eine andere Lösung gibt es nicht. Es liegt an den Machthabern in der Region wie viele Tote es bis es so weit ist, noch geben wird.
das dachte ich mir schon, kubra,
dass Sie das bestimmt riesig freut.

Darf ich mir schon eine neue Frage ausdenken, die ich Ihnen nicht stellen werde und die Sie dann beantworten können?
Ja dann
bin ich ja beruhigt
Genau, kubra,
nur eine Frage, die Sie nicht beantworten wollten. Gefragt habe ich gerade Sie, weil Sie den ägyptischen Journalisten mit den Preisvergleichen zitiert hatten und ich deshalb bei Ihnen diesbezügliche Infos vermutet habe.

Ich habe meine Meinung übrigens im Lauf der Zeit auch schon geändert.
Wissen ist besser
Zitat Heidi
"dass Sie hinterher dann alles viel, viel besser wissen und als Einziger die Wahrheit kennen."

Och. Gott. Darauf besteh ich gar nicht. Ich hab meine Meinung zu einigen Themen im Laufe der Zeit aufgrund von zusätzlicher Information geändert. Ich bin nur jeweils sauer, dsss mir diese Infrmation so lange vorenthalten wurde.
Wenn Sie Informationen haben, von denen Sie glauben, Sie könnten meine Meinungsfindung auf ein breiteres Fudament stellen, bin ich immer gerne bereit, zuzuhören und mitzudiskutieren.

Was war nochmals Ihr Beitrag zur Diskussion Heidi? Eine Frage gell.
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