Hasler wird Liechtensteins Regierungschef
Liechtensteiner Parlament erstmals mit vier Parteien
publiziert: Sonntag, 3. Feb 2013 / 19:02 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 6. Feb 2013 / 08:47 Uhr
Blick auf Vaduz.
Blick auf Vaduz.

Vaduz - Im Fürstentum Liechtenstein haben die arrivierten Grossparteien bei den Parlamentswahlen Verluste erlitten. Das ändert nichts daran, dass der neue Regierungschef Adrian Hasler heissen wird. Er gehört der grossen Fortschrittlichen Bürgerpartei (FBP) an.

Erstmals in der Geschichte des Fürstentums werden im 25-köpfigen Landtag Vertreter von vier Parteien sitzen. Ins Parlament einziehen werden «Die Unabhängigen» (DU). Die neue politische Kraft holte auf Anhieb vier Sitze.

Das ist die eigentliche Überraschung der Wahlen. Vermutet wird, dass DU viele Proteststimmen auf sich versammelte. Gegründet wurde DU von Harry Quaderer. Dieser ist ein abtrünniges Mitglied der Vaterländischen Union (VU).

Verbessert hat sich auch die zweite Kleinpartei, die grün-alternative Freie Liste (FL). Die Partei legte zwei Mandate zu und hält im Landtag in den nächsten vier Jahren drei Sitze.

Vom Polizei- zum Regierungschef

Neuer Regierungschef wird der Chef der Landespolizei, der 48-jährige Adrian Hasler von der FBP. Die FBP, die letzten vier Jahre Juniorpartner in der Regierung, überflügelte die Koalitionspartnerin Vaterländische Union (VU) deutlich und holte zehn Mandate, eines weniger als vor vier Jahren.

Die VU, die Wahlsiegerin von 2009, verlor massiv. Die Partei von Regierungschef Klaus Tschütscher büsste nicht weniger als fünf Parlamentssitze ein und kam noch auf acht Mandate. Die VU rutschte auf ein historisches Tief und fiel bei den Wählerstimmen von 47,6 auf 33,5 Prozent zurück.

Die FBP kam auf 40 Prozent der Stimmen und verlor 3,5 Prozentpunkte. DU erreichte 15,3 Prozent der Stimmen und übersprang die Sperrhürde von 8 Prozent locker, die FL legte 2,2 Prozentpunkte zu und erzielte 11,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 79,8 Prozent.

Grosse Koalition wahrscheinlich

Die Wahlen im Fürstentum bestätigten einmal mehr, dass der Wechsel eine Konstante ist. Die Grossparteien VU und FBP wechselten sich regelmässig in der Regierungsverantwortung ab. Die letzten vier Jahre war die VU mit Regierungschef Klaus Tschütscher die starke Partei. Die nächsten vier Jahre gibt die FBP mit Adrian Hasler den Takt an.

Ob VU und FBP traditionell wieder eine Koalitionsregierung bilden, ist wahrscheinlich. Eine grosse Koalition sei das Ziel, sagte FBP-Präsident Alexander Batliner der Nachrichtenagentur sda. Möglich wäre laut Batliner ebenfalls eine Koalition zwischen FBP und FL. Gespräche in den nächsten Tagen sollen Klarheit in der Regierungsbildung bringen.

(fest/sda)

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