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Zürich - Die Bewohner des vorübergehend aufgebauten Alternativ-Dörfleins im Zürcher Hardturm-Stadion haben laut einem Sprecher eine «sehr entspannte Nacht» hinter sich. Die letzten Musikboxen habe man um 8 Uhr in der Früh abgestellt, sagte er auf Anfrage der SDA.

Jetzt seien einige am Aufräumen, andere holten den versäumten Schlaf nach. Einige Bewohner der Umgebung - vor allem Gegner des geplanten Stadionbaus - hätten hereingeschaut und durchaus positiv reagiert.
An Nachmittag wollen die «AktivistInnen der Subkultur» die Medien zu einem Rundgang empfangen, ihr Dörflein zeigen und ihre Anliegen erläutern. Seitens der Stadtpolizei waren vorerst noch keine Informationen über den Ablauf der Nacht erhältlich, wie Stapo-Sprecher René Ruf sagte.
Kontrapunkt zur EURO
Einige hundert vorwiegend junge Leute aus der links-alternativen Szene waren am Vorabend ins Hardturm-Stadion eingebrochen und hatten sich dort einzurichten begonnen. Mit «BrotÄktschen»-Spielen wollen sie einen Kontrapunkt setzen zur ver-kommerzialisierten EURO 08.
Die Polizei griff mit Gummischrot ein und verhaftete zwei Personen. Die ausgerückten Polizisten seien bei ihrem Eintreffen mit Flaschen beworfen worden. Ein Polizist wurde verletzt. Danach zog sich die Polizei auf Rücksprache mit dem Eigentümer hin zurück. Das Treiben wurde vorläufig geduldet. Dies hatte sich bereits bei ähnlichen Aktionen 2005 und 2006 bewährt.
Auch mit dem Dörflein «Shantytown» am Sihlufer und der Fassadensiedlung «Danslieue» beim Bürkliplatz wollten Links-Alternative ein Zeichen setzen gegen Kommerzialisierung von Freiräumen und Ausgrenzung. Die Aktivisten hielten sich damals an die Abmachung und räumten nach der vereinbarten Zeit ihre behelfsmässigen Bauten ab.
(ht/sda)








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