Linksparteien siegen bei Kommunalwahlen in Italien
publiziert: Montag, 14. Jun 2004 / 11:29 Uhr

Rom - Die Parteien der oppositionellen Mitte-Links-Allianz haben bei den Kommunalwahlen in Italien und den Regionalwahlen auf Sardinien gut abgeschnitten.

Das Bündnis von Silvio Berlusconi zog eine Schlappe ein.
Das Bündnis von Silvio Berlusconi zog eine Schlappe ein.
Der Kandidat der oppositionellen Mitte-Links-Allianz und Chef des italienischen Telekom-Konzerns Tiscali, Renato Soru, rückte zum neuen Präsidenten Sardiniens auf.

Er besiegte den scheidenden Präsidenten Mauro Pili, der von der Mitte-Rechts-Allianz von Ministerpräsident Silvio Berlusconi unterstützt wurde. Auch in den grössten Städten, in denen am Wochenende die Gemeinderäte gewählt wurden, ist die Mitte-Links-Allianz vorn im Rennen.

Der Kandidat der Mitte-Links-Allianz in Bologna, der Ex-Gewerkschaftschef Sergio Cofferati, schaffte die Wahl zum Bürgermeister. Er setzte sich gegen das scheidende Stadtoberhaupt und Kandidaten des Berlusconi-Blocks, Giorgio Guazzaloca, durch.

Links regiert Bologna

In Bologna ist nach vier Jahren unter der Herrschaft des Berlusconi-Bündnisses wieder die Linke an der Macht, feierten Cofferatis Anhänger. Die Stadt galt bis vor Guazzalocas Sieg vor fünf Jahren als Hochburg der Linken.

In Florenz eroberte der scheidende Bürgermeister und Spitzenpolitiker der Linken, Leonardo Dominici, Platz Eins. Da er jedoch beim ersten Wahlgang nicht die absolute Stimmenmehrheit erhielt, muss er in zwei Wochen zu einer Stichwahl gegen seinen Rivalen der Mitte-Rechts-Allianz, Domenico Valentino, antreten.

Enttäuschend erwies sich das Ergebnis für das Berlusconi-Bündnis auch in der Provinz Mailand. Die von Berlusconi unterstützte Kandidatin, die Präsidentin der Provinz Ombretta Colli, musste sich im Kampf gegen den Vertreter der Linken, Filippo Penati, mit Platz Zwei begnügen. Die Stichwahl ist in zwei Wochen geplant.

36 Millionen Italiener waren an diesem Wochenende zu den Kommunalwahlen aufgerufen. Gewählt wurde in 50 Prozent der italienischen Gemeinden und in 63 der insgesamt 106 italienischen Provinzen.

(rp/sda)

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