Ziel: Destabilisierung
Litauischer EULEX-Polizist im Norden Kosovos erschossen
publiziert: Donnerstag, 19. Sep 2013 / 13:07 Uhr
EULEX startete mit Unterstützung der KFOR eine Grossfahndung nach den Attentätern.(Symbolbild)
EULEX startete mit Unterstützung der KFOR eine Grossfahndung nach den Attentätern.(Symbolbild)

Pristina - Bei einem Anschlag in der serbischen Gemeinde Zvecan in Nordkosovo ist ein Polizist der EU-Rechtsstaatsmission (EULEX) getötet worden. Der litauische Polizist erlag im Spital von Mitrovica seinen Schussverletzungen.

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Kosovarische Medien berichteten über die Nationalität des getöteten EULEX-Mitarbeiters. Von Seiten der EULEX-Mission gab es dazu keine Angaben.

Unbekannte hätten am Morgen das Feuer auf zwei Fahrzeuge der Mission mit insgesamt sechs Personen eröffnet, berichtete EU-Polizei- und Justizmission EULEX in Pristina. EULEX startete mit Unterstützung der NATO-geführten internationalen Schutztruppe KFOR eine Grossfahndung nach den Attentätern.

«Feige Gewalt»

Der Angriff erfolgte bei der Ortschaft Zvecan, nördlich von Mitrovica. Beschossen wurden zwei Wagen mit sechs EULEX-Angehörigen, die im Laufe des regelmässigen Personalwechsels vom Dienst am Grenzübergang Jarinje kamen.

EULEX verurteilte den Anschlag als feige Gewalt. «Das Ziel des Attentats ist die Destabilisierung der Lage in Nordkosovo», analysierten serbische Kosovo-Politiker in Belgrad. Möglicherweise soll mit dieser Attacke der von der EU vermittelte Normalisierungsprozess zwischen der serbischen Minderheit im Norden und der albanischen Mehrheit im Kosovo torpediert werden.

(asp/sda)

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