Lob und Schmähungen für den Schuhwerfer von Bagdad
publiziert: Montag, 15. Dez 2008 / 13:03 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Dez 2008 / 14:22 Uhr

Bagdad - Der irakische Journalist, der US-Präsident George W. Bush während seines Abschiedsbesuches in Bagdad mit Schuhen beworfen hat, ist dadurch für einige seiner Landsleute zum Helden geworden. Von anderen wird er dagegen heftig kritisiert.

US-Präsident Gorge W. Bush konnte ausweichen. Ob jetzt Vergeltungsmassnahmen geplant sind? (Archivbild)
US-Präsident Gorge W. Bush konnte ausweichen. Ob jetzt Vergeltungsmassnahmen geplant sind? (Archivbild)
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«Wir gratulieren ihm zu seinem mutigen Auftreten», erklärte die regierungskritische irakische Nachrichtenagentur INA am Montag. Der sunnitische Rat der Religionsgelehrten sprach von einem «historischen Moment», in dem Bush und der Weltöffentlichkeit gezeigt worden sei, «was die Iraker von der Besatzung halten».

Montasser al-Saidi, der für den Fernsehsender Al-Bagdadija arbeitet, hatte während einer Pressekonferenz mit Bush und dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki am Sonntag in Bagdad seine beiden Schuhe nach dem US-Präsidenten geworfen. Bush hatte den Wurfgeschossen aber geschickt ausweichen können.

Der Vorsitzende der irakischen Organisation für Pressefreiheit, Ziad al-Adschili, verurteilte das «unprofessionelle Auftreten» des Journalisten, der Bush zudem als «Hund» beschimpft hatte.

(tri/sda)

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