Es war ein «Notfall»
Löschflugzeug fischt in Tessiner Gewässern
publiziert: Donnerstag, 4. Feb 2016 / 14:00 Uhr
Italienische Löschflugzeuge waren unweit der Schweizer Grenze im Einsatz. (Symbolbild)
Italienische Löschflugzeuge waren unweit der Schweizer Grenze im Einsatz. (Symbolbild)

Bellinzona - Ein italienisches Löschflugzeug hat seinen Wasservorrat am Mittwoch auf der Schweizer Seite des Lago Maggiore aufgefüllt. Wo einige zunächst einen «Wasserklau» witterten, geben die kantonalen Behörden Entwarnung. Es handle sich um einen «Notfall».

Der Waldbrand im italienischen Val Vigezzo unweit der Schweizer Grenze habe gerechtfertigt, dass die italienische Canadair-Maschine ihren 6000-Liter-Tank auf der Schweizer Seite des Lago Maggiore auffülle, sagte der Flugplatzchef des kantonalen Flughafens in Locarno Sandro Balestra am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Er bestätigte damit eine Meldung des Tessiner «Giornale del Popolo» vom gleichen Tag. Eine ungünstige Windrichtung habe dazu geführt, dass sich das Flugzeug nicht wie geplant seinen Wassernachschub vor der Küste des italienischen Cannobio holen konnte, so Balestra.

Bei «Notfallsituation» so üblich

Ein Tessiner Newsportal hatte am Donnerstag zunächst von einem «Wasserklau» berichtet, um dann postwendend Entwarnung zu geben. Laut Balestra füllten Löschflugzeuge bereits in der Vergangenheit ihre Vorräte auf der Schweizer Seite des Sees auf, wenn eine «Notfallsituation» dies erforderte.

Erst im Juli 2015 war während einer längeren Hitzeperiode bekannt geworden, dass die Schweizer Armee im Waadtländer Jura Kühe mit Wasser aus einem französischen See versorgt hatte.

 

(arc/sda)

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