Londoner Polizeichef unter Druck
publiziert: Sonntag, 21. Aug 2005 / 08:37 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 21. Aug 2005 / 09:42 Uhr

London - Der Londoner Polizeichef Ian Blair hat nach eigenen Angaben 24 Stunden nach den gezielten Todesschüssen auf einen Brasilianer von dessen Unschuld erfahren.

Der Londoner Polizeichef Ian Blair (Mitte) an einer Pressekonferenz.
Der Londoner Polizeichef Ian Blair (Mitte) an einer Pressekonferenz.
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Ein Kollege habe gesagt, dass es zwischen dem Brasilianer und den Anschlagsserien in London "keine Verbindung" gebe, sagte Blair der britischen Sonntagszeitung "News of the World". Sein erster Gedanke sei gewesen: "Das ist furchtbar, was werden wir jetzt tun?"

Blair hatte in den vergangenen Tagen Forderungen nach seinem Rücktritt wegen der irrtümlichen Erschiessung des Brasilianers im Zuge der Anti-Terror-Fahndung zurückgewiesen.

Innenminister mit Polizei zufrieden

Der britische Innenminister Charles Clarke verteidigte Blair. "Ich bin sehr zufrieden mit der Handlungsweise nicht nur von Sir Ian Blair, sondern der ganzen Metropolitan Police, was diese Ermittlungen angeht", sagte Clarke dem Radiosender BBC.

Sowohl bei der Sicherung der öffentlichen Ordnung als auch bei der Untersuchung der Anschläge vom 7. und 21. Juli habe die Londoner Polizei "sehr gute" Arbeit geleistet. Der Tod des Brasilianers sei "ganz sicher eine schreckliche Tragödie", die gründlich untersucht werden müsse. Dies werde durch den unabhängigen Beschwerdeausschuss der Polizei gewährleistet.

(lg/sda)

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