Low-Cost-Handys für Entwicklungsländer
publiziert: Samstag, 4. Nov 2006 / 09:11 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 5. Nov 2006 / 23:28 Uhr

Motorola hält einen Preisrutsch bei Ultra-Low-Cost-Handys für Entwicklungsländer in den nächsten Jahren für möglich.

David Brown will die Welt-Vollversorgung für Handys.
David Brown will die Welt-Vollversorgung für Handys.
1 Meldung im Zusammenhang
Bis zum Jahr 2008 könnten die Produktionskosten für Billighandys so weit gesenkt werden, dass der Verkauf von Mobiltelefonen für unter 15 US-Dollar (etwa 19 Franken) realisiert werden könnte, sagte Motorola-Vorstand David Brown bei einer Rede bei der britischen Institution of Engineering and Technology. Ermöglicht würde diese Entwicklung auch durch die Bemühungen der Chiphersteller, billigere Mobiltelefon-Chips bereitzustellen, erklärte Brown. Seiner Einschätzung nach könnten mit derart niedrig angesetzten Handypreisen jährlich zusätzlich 100 Millionen Menschen in Entwicklungsländern ihr erstes Mobiltelefon erhalten.

Entwicklungsländer müssen Besteuerungspolitik für Mobiltelefone revidieren

David Brown sagte, dass zwar viele Projekte, die versuchen, High-Tech in die Entwicklungsländer zu bringen, nur mässigen Erfolg gebracht hätten. Andererseits hätten Studien nachgewiesen, dass eine Erhöhung der Mobiltelefon-Penetration um zehn Prozent eine Steigerung des Bruttosozialproduktes von 0,6 Prozent nach sich ziehe, was in absoluten Zahlen eine erhebliche Summe ergebe. Brown hält es für entscheidend, dass die Entwicklungsländer ihre Besteuerungspolitik für Mobiltelefone revidieren. In vielen Ländern würde auf Handys eine Luxusgütersteuer erboben, die teilweise über 20 Prozent des Endpreises der Geräte ausmacht.

Brown beruft sich auf eine Untersuchung der GSM Association (GSMA): «Die Wirtschaftsexperten der Association glauben, dass wenn Ultra-Low-Cost-Handys von Import- und Verkaufssteuern befreit wären, von heute bis zum Jahr 2010 bis zu 930 Millionen zusätzliche Handy in 50 Entwicklungsländern freigeschaltet werden könnten.»

Erfolge bei Billighandys

Motorola hatte schon im vergangenen Jahr eine Ausschreibung der GSMA gewonnen, bei der es darum ging, ein Mobiltelefon, das speziell auf die Bedürfnisse in den Entwicklungsländern hinsichtlich Widerstandsfähigkeit, Batterie-Laufzeit und Design ausgerichtet sein sollte, zum Preis von unter 30 US-Dollar (38 Euro) zu entwickeln.

Motorola hatte im vergangenen Jahr die Preisvorgabe zwar noch nicht erreicht, aber immerhin ein Handy vorgestellt, dessen Produktionskosten sich auf 40 US-Dollar (50 Franken) beliefen. Motorola hält beispielweise in den Wachstumsmärkten China, Indien und Indonesien die Spitzenposition in der Rangliste der billigsten Handy-Anbieter.

(Christian Horn/teltarif.ch)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
David Devonshire, Finanzvorstand ... mehr lesen
CFO David Devonshire: «Wir haben im dritten Quartal 2006 so viele Handys verkauft wie noch nie.»
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als ... mehr lesen  
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 9°C 17°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Basel 12°C 17°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 15°C 17°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Bern 10°C 15°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Luzern 12°C 18°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Genf 14°C 14°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Lugano 15°C 15°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten