IS-Vormarsch
Luftangriffe auf IS-Terrormiliz nahe umkämpfter Kurden-Stadt Kobane
publiziert: Samstag, 4. Okt 2014 / 14:09 Uhr

Beirut - Nahe der nordsyrischen Kurden-Stadt Kobane hat das US-geführte Militärbündnis erneut Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angegriffen. Laut Angaben der syrischen Opposition wurde dabei IS-Kampfmaterial zerstört. Berichte über Tote lagen nicht vor.

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Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London sowie ein Augenzeuge in Kobane (arabisch: Ain al-Arab) meldeten, richteten sich die Angriffe in der Nacht zum Samstag gegen mindestens vier Ziele im Süden und Osten der Stadt an der Grenze zur Türkei.

Die sunnitischen Fanatiker vom IS haben die Stadt im syrischen Kurdengebiet umstellt. Beide Quellen zählten am Freitag mindestens 80 Geschosse, die die IS-Kämpfer auf die Stadt abgefeuert hatten.

Eine IS-Offensive zur Einnahme der Stadt sei am Abend aber von kurdischen Kämpfern und arabischen Verbündeten abgewehrt worden, sagte der Augenzeuge. Am Samstagmorgen gab es erneut Anzeichen heftiger Kämpfe in Kobane.

Warnung von Erdogan

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan warnte am Samstag die IS-Kämpfer vor einem Angriff auf das Grabmahl von Suleiman Schah. Das Mausoleum für den Grossvater von Osman I., dem Begründer des Osmanischen Reiches, liegt in Syrien, gehört aber zum türkischen Hohheitsgebietes und wird von 40 türkischen Soldaten bewacht.

«Wenn man unseren Soldaten auch nur ein Haar krümmt, wird die Türkei mit ihrer Armee das Notwendige tun und schlagartig wird sich alles ändern», sagte Erdogan. Das Parlament in Ankara hatte die Regierung am Donnerstag ermächtigt, mit ihrer Armee auf syrisches und irakisches Territorium einzumarschieren.

Erdogan forderte erneut die Einrichtung einer Schutzzone für Flüchtlinge innerhalb Syriens. Insgesamt sind mehr als 1,5 Millionen Menschen vor dem Bürgerkrieg in Syrien in die Türkei geflohen. Nach Angaben der türkischen Regierung flüchteten allein knapp 190'000 Menschen innerhalb weniger Tage vor dem IS-Vormarsch auf Kobane in die Türkei.

(bert/sda)

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