«Keine Altenativen»
Luftwaffen-Chef zuversichtlich vor der Abstimmung
publiziert: Freitag, 3. Mai 2013 / 14:29 Uhr
Die Luftwaffe und die Berufsorganisation stehen laut Aldo Schellenberg hinter dem Gripen.
Die Luftwaffe und die Berufsorganisation stehen laut Aldo Schellenberg hinter dem Gripen.

Emmen LU - Nach gut 100 Tagen im Amt hat der Kommandant der Luftwaffe, Aldo Schellenberg, an seinem ersten Informationsrapport Miliz-Offiziere und Berufspersonal auf die Herausforderungen der Armee eingeschworen. Gegenüber der kommenden Volksabstimmung ist er zuversichtlich.

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Eine glaubwürdige Armee verfüge über eine glaubwürdige Luftwaffe, sagte Schellenberg auf dem Militärflugplatz in Emmen. Nur diese könne im Krisenfall das Eindringen in einen gesperrten Luftraum verhindern und einen Einsatz von Bodentruppen ermöglichen.

Der Ausgang der Abstimmung zur Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht, die Beschaffung von 22 Gripen, der Ersatz der alten Aufklärungsdrohnen oder auch die Umsetzung des Armeeberichts 2010 zählten zu den wichtigsten Themen, welche die Glaubwürdigkeit der Luftwaffe beeinflussen würden.

Es gebe für die Schweiz keine sinnvolle Alternative zu einer Milizarmee mit allgemeiner Wehrpflicht. Eine freiwillige Armee oder ein Berufsheer sei im Normalfall viel zu gross und im Bedarfsfall viel zu klein. Zudem wäre sie nicht finanzierbar, sagte Schellenberg.

Keine Alternative zum Gripen E

Zur geplanten Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen als Ersatz der 54 Tiger-Jets sagte Schellenberg, dass es zum Gripen E auf absehbare Zeit keine Alternative gebe. Die Luftwaffe und die Berufsorganisation stünden hinter dem Typenentscheid des Bundesrats.

Die topmodernen 22 Gripen würden mit den bestehenden 33 F/A-18-Jets die Durchhaltefähigkeit im Luftpolizeidienst erhöhen. Dies sei angesichts von Anlässen wie dem WEF in Davos oder der im nächsten Jahr geplanten OSZE-Ministerkonferenz in Basel nötig. Für eine glaubwürdige Luftverteidigung wären im Konfliktfall allerdings 60 bis 70 Flugzeuge nötig. Doch dies stehe mit Blick auf die Kosten und Bedrohung nicht zur Debatte, sagte der Luftwaffen-Chef.

Die Schweiz tue sich schwer mit bedeutenden Vorhaben im Rahmen der nationalen Sicherheit, sagte der Kommandant der Luftwaffe. Er sei aber zuversichtlich, dass man dereinst sagen könne, dass ausser den F/A-18 auch 22 Gripen E mit der ausdrücklichen Zustimmung des Stimmvolkes für Sicherheit am Himmel operieren würden.

Aldo Schellenberg ist seit Anfang 2013 Kommandant der Schweizer Luftwaffe. Der 54-jährige Korpskommandant ist Nachfolger von Markus Gygax. Anders als sein Vorgänger ist Schellenberg kein Luftwaffen-Pilot. Schellenberg kommandierte die Leichte Fliegerabwehr Lenkwaffenabteilung 12. Danach war er Kommandant der Gebirgsinfanteriebrigade 12 und Chef des Armeestabs.

(bert/sda)

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