Lukrative Aufträge für Bush-freundliche Firmen
publiziert: Freitag, 31. Okt 2003 / 17:28 Uhr

Washington - US-Unternehmen mit enger Verbindung zur Regierung von US-Präsident George W. Bush haben die lukrativsten Aufträge in Irak und in Afghanistan erhalten. Dies zeigt eine Studie des Zentrums für öffentliche Integrität in Washington.

Kellogg Brown & Root ist eine Tochter von Halliburton Co., einer einst von Vizepräsident Richard Cheney geleiteten Gesellschaft. Bild: Dick Cheney besucht US-Soldaten in Afghanistan.
Kellogg Brown & Root ist eine Tochter von Halliburton Co., einer einst von Vizepräsident Richard Cheney geleiteten Gesellschaft. Bild: Dick Cheney besucht US-Soldaten in Afghanistan.
Die mehr als 70 Firmen mit Aufträgen in einem Gesamtvolumen von rund 10,6 Mrd. Franken hätten zusammen über 666 650 Franken für Bushs Wahlkampf 2000 gespendet. Das sei mehr als jeder andere Kandidat seit 1990 von ihnen erhalten habe, heisst es in der Studie.

In dem Report der Organisation zur Überwachung politischer Praktiken wird allen voran Kellogg Brown & Root mit Aufträgen in Höhe von mehr als 3,1 Mrd. Franken genannt. Die Ölfirma ist eine Tochter von Halliburton Co., einer einst von Vizepräsident Richard Cheney geleiteten Gesellschaft.

An zweiter Stelle liegt laut der Studie das Bauunternehmen Bechtel Group Inc. mit Aufträgen von über 1,3 Mrd. Franken. Hier sieht die Organisation einen Zusammenhang damit, dass George Shultz, Aussenminister unter dem ehemaligen republikanischen Präsidenten Ronald Reagan, im Vorstand der Bechtel-Gruppe sitzt.

Fast jeder der zehn grössten Aufträge sei an Firmen gegangen, die ehemalige hochrangige Regierungsbeamte oder Personen mit engen Verbindungen zu den Aufträge vergebenden Ministerien oder zum Kongress beschäftigten, heisst es in der Studie weiter.

Richard Boucher, Sprecher des US-Aussenministeriums, erklärte dazu, die Aufträge seien schlicht an die Unternehmen mit den besten Angeboten vergeben worden. Alles sei strikt den Vorschriften entsprechend verlaufen.

Auch Halliburton und Bechtel erklärten, die Aufträge hätten nichts mit politischen Verbindungen zu tun. Derartige Darstellungen seien falsch.

(bsk/sda)

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