Lula beginnt Wahlkampf in Slums
publiziert: Sonntag, 3. Sep 2006 / 11:38 Uhr

Rio de Janeiro - Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hat seinen Wahlkampf in einem der berüchtigtsten Slums von Rio de Janeiro begonnen.

Lula liegt in Umfragen klar vorne.
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Dabei versprach er den verarmten Bewohnern eine bessere Ausbildung ihrer Kinder. Diese würde Perspektiven schaffen, dem Kreislauf von Verbrechen und Gewalt zu entkommen. Zur Enttäuschung seiner Zuhörer ging er bei seinem Auftritt am Samstag jedoch nicht auf ihr drängendstes Problem ein: die häufige Tötung junger Menschen durch die Polizei.

«Wir wollen Lula bitten, in seiner zweiten Amtszeit der Polizei beizubringen, nicht so viele junge schwarze Menschen in den Aussenbezirken zu töten», rief die Samba-Sängerin Leci Brandao der Menge zu, die sich anlässlich des Besuchs des Präsidenten versammelt hatte. Sie erntete für ihren Appell unmittelbar vor dem Eintreffen Lulas begeisterten Applaus und grossen Jubel.

Auftritt in Schule

In dem Slum, in welchem Lula auftrat, leben rund 100 000 Menschen. Der Präsident wählte für seinen Auftritt eine Schule, die in einem der besseren Viertel des Gebiets liegt. Wenige Schritte weiter beginnen jedoch die verschlammten Strassen, in denen Fernando Meirelles vor fünf Jahren seinen preisgekrönten Film «City of God» gedreht hat.

Lula führt in den Meinungsumfragen mit grossem Abstand vor seinen Rivalen und dürfte die Wahl demnach bereits in der ersten Runde am 1. Oktober für sich entscheiden. In seinem Wahlprogramm verspricht er höhere Sozialausgaben für die Ärmsten des Landes, die in dem bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas nach wie vor etwa ein Fünftel der 185 Millionen Bewohner ausmachen.

Strikte Haushaltspolitik

Auch seine erste Wahl hat Lula mit Zusagen gewonnen, die Lebensverhältnisse der untersten Schichten zu verbessern. Der moderate Linke verfolgte in den vergangenen Jahren jedoch eine strikte Haushaltspolitik, die viele seiner ursprünglichen Anhänger enttäuschte. Brasilien hat Staatsschulden in Höhe von 165 Milliarden Dollar.

(ht/sda)

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