Lungen-Forschung: SARS bei Kindern weniger schwerwiegend
publiziert: Mittwoch, 30. Apr 2003 / 09:02 Uhr

Hongkong - Das SARS-Virus wirkt sich bei Kindern im Vergleich zu Teenagern und Erwachsenen offenbar weniger drastisch aus. Diesen vorsichtigen Schluss ziehen Forscher der Universität von Hongkong in einer Publikation in der Fachzeitschrift The Lancet. Bei Kindern hat es nach offiziellen Angaben noch keinen Todesfall durch SARS gegeben.

Mao Statue vor der "Shandong Teacher's University" in China: SARS-Forschung läuft auf Hochtouren.
Mao Statue vor der "Shandong Teacher's University" in China: SARS-Forschung läuft auf Hochtouren.
Die Erkenntnisse der Wissenschaftler um Tai Fai Fok stammen von der Untersuchung der ersten mit SARS infizierten Kinder, die in der Frühphase der Hongkonger Epidemie behandelt wurden.

Demnach kämpften Teenager mit ähnlichen Symptomen wie Erwachsene: Atembeschwerden, die mit einer Sauerstoff-Behandlung gemildert werden mussten, Muskelschmerzen, Frösteln und ein Gefühl der Unbehaglichkeit.

Bei Kindern fielen die Symptome mit Husten und rinnenden Nasen jedoch wesentlich milder aus. Es traten weder Muskelschmerzen auf, noch fröstelten sie. Auch der klinische Verlauf war bei den jungen Patienten viel milder und kürzer.

Hohe Zahlen in Hongkong

In Hongkong sind bislang 138 Personen an der Lungenkrankheit gestorben. 1 557 haben sich nach Angaben der WHO mit SARS infiziert. In Peking ist die Zahl der SARS-Kranken inzwischen auf 1 347 angestiegen.

Wie das Gesundheitsamt am Dienstag meldete, wurden innerhalb eines Tages 152 Personen mit der Lungenkrankheit in der chinesischen Hauptstadt registriert. Erste SARS-Fälle geben auch Neuseeland, die Mongolei und Süd-Korea bekannt.

Peking

Derweil greifen in China die Behörden zu unkonventionellen Massnahmen. Im Kampf vor weiteren Ansteckungen mit der Lungenkrankheit SARS wird Papiergeld 24 Stunden unter Quarantäne gestellt, bevor es wieder in Umlauf gebracht wird.

Laut Experten gibt es zwar keinen eindeutigen Beweis, dass die Erkrankungshäufigkeit bei jenen Personen, die häufig mit Banknoten hantieren, grösser ist. Die People´s Bank of China will aber dennoch verstärkt neue Banknoten in Umlauf bringen, um die Übertragung des SARS-Virus einzudämmen.

Die Bank rät auch zu Verwendung von Bankomatkarten, um den engen Kontakt mit anderen Menschen einzuschränken.

Auch die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) hat Massnahmen gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit getroffen. "Verdächtige Scheine werden zunächst desinfiziert und vier Stunden lang mit UV-Licht bestrahlt", zitiert die People´s Daily einen Sprecher der ICBC.

Zudem werden jeden Tag die mehr als 700 Bankomaten der ICBC in Peking desinfiziert. Ebenso wie die People´s Bank of China rät die ICBC zur Benützung von Bankomaten, E-Banking und Telebanking.

Weitere Betten

Inzwischen bereitet sich Peking auf einen weiteren Anstieg der SARS-Erkrankungen vor. So soll ein neues Krankenhaus mit rund 1 000 Betten gebaut werden. Auch jenes Krankenhaus, in dem derzeit die meisten SARS-Patienten liegen, wird um weitere 184 Betten aufgestockt.

(bsk, pte.austria)

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