Lungenliga Schweiz will Tuberkulose bekämpfen
publiziert: Sonntag, 21. Mrz 2004 / 08:54 Uhr

Bern - Die Bekämpfung der Tuberkulose müsse in der Schweiz auch in Zukunft weitergeführt werden. Dies fordert die Lungenliga Schweiz zum Welt-Tuberkulose-Tag vom kommenden Mittwoch.

Jedes Jahr sterben drei Millionen Menschen an den Folgen der Tuberkulose.
Jedes Jahr sterben drei Millionen Menschen an den Folgen der Tuberkulose.
Jedes Jahr kämen Touristen, Studenten, Arbeitskräfte oder Asylsuchende in die Schweiz, in deren Heimat die Tuberkulose noch häufig vorkomme, teilt die Lungenliga Schweiz mit. Darunter gebe es Träger der Krankheit. Die Schweiz sei aus diesem Grund in die Problematik involviert.

Aus humanitären Gründen und im Interesse der Volksgesundheit sei es wichtig, die ansteckende Krankheit auch hierzulande unverzüglich zu behandeln. Die Programme zur Früherfassung führten zu befriedigenden Resultaten, aber eine ständige Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten sei nötig.

Die internationale Verflechtung der Schweiz in Sachen Tuberkulose ist auch das Thema eines Symposiums für Ärzte und andere Fachpersonen. Dieses findet am kommenden Donnerstag in Münchenwiler BE statt.

Die weltweiten Tuberkulosefälle stuft die Lungenliga als Gesundheitsskandal ein, weil die Krankheit heilbar ist. Trotzdem erkrankten jährlich weltweit mehrere Millionen Menschen, und eine grosse Anzahl von ihnen sterbe.

Grund dafür seien fehlende Mittel zur korrekten Behandlung. Die Bevölkerungszunahme und die Ausbreitung von AIDS durchkreuzten zudem die Bemühungen nationaler und internationaler Organisationen, schreibt die Lungenliga Schweiz.

Eine Stabilisierung der Fälle sei einzig in den westlichen Ländern zu verzeichnen. Dies führe zur falschen Annahme, dass diese nicht mehr von der Tuberkulose betroffen seien.

Die Schweiz engagiert sich derzeit in mehreren Tuberkulose-Projekten im Ausland, so in Rumänien, Bulgarien oder Benin. Jedes von ihnen wird gemeinsam mit nationalen oder internationalen Organisationen durchgeführt.

(rr/sda)

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