Luzern schöpft neue Hoffnung
publiziert: Samstag, 23. Aug 2008 / 00:04 Uhr

Schlusslicht Luzern reist in der 7. Runde der Axpo Super League mit einem neuen Trainer und neuer Hoffnung zu den Grasshoppers, derweil die verunsicherten Zürcher seit vier Pflichtspielen auf einen Vollerfolg warten.

Roberto Morinini soll den Luzerner neue Impulse bringen.
Roberto Morinini soll den Luzerner neue Impulse bringen.
Gelingt es den Innerschweizern ausgerechnet in Zürich, ihre Niederlagenserie zu stoppen und gar den ersten Saisonsieg zu landen? Bei den Grasshoppers haben die Luzerner aber seit jeher hartes Brot zu kauen: In exakt 50 Spielen schafften sie lediglich drei Vollerfolge. Und diese liegen weit zurück: 1963, 1988 sowie 2000.

Doch die Zuversicht ist seit dem Wechsel von Ciriaco Sforza zu Roberto Morinini ein wenig gestiegen, zumal auch der Gegner seit längerem an Ort tritt und nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzt.

Insbesondere die letzten drei Spiele dürften Spuren hinterlassen haben: Beim späten 2:2-Ausgleich des FCZ im Derby trotz doppelter numerischer Überzahl, dann vor allem beim 0:6 bei Lech Poznan und zuletzt beim erneut späten 1:1-Ausgleich von Neuchâtel Xamax erntete das Team von Hanspeter Latour Hohn und Kritik.

Vielleicht aber kommen die Luzerner gerade im richtigen Moment, um GC wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. So war es in der Vergangenheit oft, und Latour hofft zudem auf seine weisse Weste gegen die Innerschweizer: In acht Partien mit Thun und GC hat er gegen Luzern noch nie verloren.

«Von GC wird im Heimspiel ein Sieg erwartet. Ich erwarte unter den besonderen Umständen jedoch ein umstrittenes Spiel», sagt Latour, der in den letzten Tagen viel mentale Arbeit verrichten musste und sich nun von den Klubverantwortlichen bis Ende August einen weiteren Transfer erhofft.

Tchouga zurück

Viel Zuversicht strahlt Luzerns neuer Coach Roberto Morinini vor seinem ersten Ernstkampf aus. Der Tessiner kann personell aus dem Vollen schöpfen: Gerardo Seoane ist nach seiner Spielsperre wieder einsatzberechtigt und auch die beiden Innenverteidiger Dusan Veskovic sowie Boubacar Diarra stehen wieder zur Verfügung.

Zusätzliche Offensiv-Power erwartet Morinini durch die Rückkehr von Jean-Michel Tchouga, der erstmals seit dem 8. Dezember 2007 wieder in der Startaufstellung stehen wird.

Vor Europacup-Woche

Vor den Rückspielen im Europacup stehen die Trainer von Basel (gegen Xamax), Bellinzona (in Vaduz), YB (gegen Aarau) und Zürich (in Sion) vor der Frage, ob sie einzelne Akteure im Hinblick auf eine Qualifikation für die nächste Runde schonen wollen.

Einzig bei GC sind die Prioritäten nach der 0:6-Niederlage in Polen klar abgesteckt. Latour hatte seinen Stürmerstar Raul Bobadilla bereits im Hinspiel für die Meisterschaft geschont.

Die Partien der 7. Runde in der Axpo Super League im Detail:

Basel - Neuchâtel Xamax (letzte Duelle: 3:0/0:1/3:0/2:2). -- Samstag, 17.45 Uhr. -- Abwesend: Ergic, Streller (alle verletzt); Quennoz (verletzt). -- Fraglich: Perovic, Safari; keiner. -- Statistik: Xamax hat in den letzten zehn Jahren nur einmal in Basel gewinnen können. Der Ex-Basler Julio Hernan Rossi bescherte dem FCB im letzten Dezember eine Niederlage, die jedoch folgenlos blieb. Die Neuenburger gewannen in dieser Saison auswärts bereits zweimal, sie sind aber seit drei Runden sieglos. Basel will den Vorverkauf für das Guimaraes-Spiel mit einem Sieg noch zusätzlich anheizen.

Grasshoppers - Luzern (3:3/1:1/2:0/0:0). -- Samstag, 17.45 Uhr. -- Abwesend: Colomba, Dos Santos, Feltscher, Gabriel, Sutter und Zarate (alle verletzt); Lustenberger (gesperrt), Schwegler, Kukeli, Pacar (alle verletzt). -- Fraglich: Daprela (Schulter); keiner. -- Statistik: GC ist seit vier Pflichtspielen ohne Sieg, die Luzerner warten seit insgesamt acht Spielen auf einen Vollerfolg. In insgesamt 50 Heimspielen hat GC gegen Luzern erst dreimal verloren. Der letzte Luzerner Sieg in Zürich liegt über acht Jahre zurück.

Sion - Zürich (0:5/1:4/1:2/3:3). -- Sonntag, 16 Uhr. -- Abwesend: El Hadary (gesperrt), Paito, Sarni (beide verletzt) und Nwaneri (intern suspendiert); Chikhaoui und Rochat (beide verletzt). -- Fraglich: Keiner; Abdi (Schlag auf Knöchel). -- Statistik: Die Walliser haben 14 Spiele lang nicht mehr gegen den FCZ gewonnen. Der letzte Vollerfolg datiert vom 18. November 2000 (3:1 in Zürich). Trainer Uli Stielike verlangt zwei konstant gute Darbietungen in Folge und hofft so auf den ersten Sieg der Sittener gegen Zürich seit dem Wiederaufstieg 2006.

Vaduz - Bellinzona (1:3/1:1). -- Sonntag, 16 Uhr. -- Abwesend: Akdemir, Rivaldo, Wieczorek, Wüthrich (alle verletzt); Miccolis, Raso (beide verletzt). -- Fraglich: Fejzulahi, Fischer, Grossklaus, Polverino, Reinmann; Diarra (noch keine Arbeitsbewilligung). -- Statistik: Vaduz blieb in der Aufstiegssaison ohne Sieg über die Tessiner, schaffte die Promotion aber trotzdem vor Bellinzona. Der Sieger könnte sich vorerst aus der Abstiegszone entfernen.

Young Boys - Aarau (1:1/4:1/2:0/4:0). -- Sonntag, 16 Uhr. -- Abwesend: Doubai, Schwegler (beide verletzt), Degen (noch nicht spielberechtigt); Elmer, Rogerio (beide verletzt), Pejcic (krank). -- Fraglich: Ghezal und Häberli; keiner. -- Statistik: Unter dem neuen Trainer Vladimir Petkovic ist YB noch ungeschlagen und könnte mit einem Heimsieg weiter Terrain gutmachen. Aarau musste die Spitzenposition am letzten Wochenende kampflos abtreten, ist aber in dieser Saison noch immer ungeschlagen. In Bern hängen die Trauben jedoch sehr hoch für die Aarauer: Der letzte Vollerfolg datiert vom 21. Oktober 1995 (4:0). Bei den Bernern kann der neuverpflichtete David Degen noch nicht mittun.

Rangliste:
1. Basel 6/15. 2. Aarau 6/14. 3. Zürich 6/10. 4. Sion 6/9. 5. Neuchâtel Xamax 6/8. 6. Young Boys 6/7. 7. Grasshoppers 5/6. 8. Bellinzona 5/5 (6:7). 9. Vaduz 6/5 (4:10). 10. Luzern 6/1.

(smw/Si)

 
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