Luzern senkt bis 2010 die Steuern
publiziert: Sonntag, 11. Mrz 2007 / 15:08 Uhr

Luzern - Der Kanton Luzern macht im Steuerwettbewerb mit und senkt bis 2010 die Einkommens-, Vermögens- und Unternehmenssteuer. Die Stimmenden haben mit 88 813 zu 27 109 Stimmen ein von den Linken bekämpftes Steuersenkungspaket angenommen.

Luzern will die Steuerbelastung auf das Schweizer Mittel senken.
Luzern will die Steuerbelastung auf das Schweizer Mittel senken.
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Die Vorlage, die von den Befürwortern als Investition in die Zukunft des Kantons verkauft worden war, vermochte 48,85 Prozent der Stimmberechtigten zu mobilisieren. Die Steuerausfälle für den Kanton und die Gemeinden belaufen sich auf 200 Millionen Franken.

Namentlich Grüne und Gewerkschaften hatten wegen der Senkung der Vermögenssteuer das Referendum ergriffen. Das Vermögen wird ab 2009 neu zu einem Einheitssatz von 0,75 Promille pro Steuereinheit belastet. Dies kommt einer Senkung der Steuer um die Hälfte gleich.

Die Linke kritisierte diese Steuersenkung als Geschenk an die Reichen. Das könne sich der Kanton nicht leisten. Die Mehrheit der Stimmberechtigten folgte aber dem Argument der Regierung, dass Luzern gegenüber den Steuerparadiesen Boden gut machen müsse.

Ausgleich der kalten Progression

Unbestritten war die Senkung der Steuer auf mittleren Einkommen und der Ausgleich der kalten Progression (per 2008). 2010 sinken Gewinn- und Kapitalsteuer für Unternehmen. Bei der Gewinnsteuer stösst Luzern in den Kreis der fünf günstigsten Kantone vor.

Luzern, dem der Ruf eines Hochsteuerkantons anhaftete, will die Steuerbelastung auf das Schweizer Mittel senken. Es sieht sich aber einem grossen Wettbewerb ausgesetzt.

Tatsächlich dreht sich die Steuerspirale in der Zentralschweiz rasant. Die Steueroasen Zug, Schwyz und Nidwalden beschlossen im 2006 Steuersenkungen, wobei Nidwalden bereits wieder die nächste Runde plant. Auch Uri senkte seine Steuern. Zuvor hatte Obwalden mit einem degressiven Satz für Furore gesorgt.

(smw/sda)

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