Madame Royal will Präsidentin werden
publiziert: Sonntag, 1. Okt 2006 / 14:41 Uhr / aktualisiert: Montag, 2. Okt 2006 / 10:31 Uhr

Paris - Bei den französischen Sozialisten dreht sich das Kandidatenkarussell immer schneller. Am Wochenende meldeten der frühere Premierminister Laurent Fabius und Ségolène Royal offiziell ihr Interesse an einer Präsidentschaftskandidatur an.

Ségolène Royal meldet offiziell ihr Interesse an einer Präsidentschaftskandidatur an.
Ségolène Royal meldet offiziell ihr Interesse an einer Präsidentschaftskandidatur an.
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Die Regionalpolitikerin gilt als aussichtsreichste Kandidatin. «Ja, ich akzeptiere diese Mission», sagte Royal vor Parteifreunden in Vitrolles in Südfrankreich. Sie hoffe, dass die Franzosen bei der Präsidentenwahl im Frühjahr ihr das Vertrauen schenkten.

Royal ist derzeit Präsidentin der westfranzösischen Region Poitou-Charentes und sitzt als Abgeordnete im Parlament in Paris. Die frühere Umwelt- und Familieministerin hatte ihre Parteigenossen mit Plänen vor den Kopf gestossen, drastisch gegen die gestiegene Kriminalität vorzugehen.

Die 53-Jährige folgt mit ihrer Kandidatur dem früheren Wirtschaftsminister Dominique Strauss-Kahn, der am Freitag ins Rennen gestiegen war.

Dagegen zog sich Royals Lebenspartner, Parteichef François Hollande, am Samstag zurück. «Ich werde kein Kandidat sein, weil ich den Interessen meiner Partei diene und nicht umgekehrt», sagte Hollande.

Laurent Fabius mit im Rennen um das höchste Amt

Antreten will dagegen der 60-jährige Fabius. Er gab seine Bewerbung heute Sonntag offiziell bekannt. Als seine Hauptthemen bezeichnete er vor tausenden Anhängern im südwestfranzösischen Fleurance die Wohnungssituation, die Arbeitslosigkeit und die Gesundheit.

Eventuell auch Jack Lang

Bis zum Ablauf der Frist am Dienstag könnte noch Ex-Kulturminister Jack Lang seine Kandidatur anmelden. Überraschend zurückgezogen hatte sich am Donnerstag Ex-Premier Lionel Jospin, der als aussichtsreichster Anwärter nach Royal gegolten hatte.

Die Parteimitglieder stimmen im November darüber ab, wen sie im Frühjahr in den Kampf um die Nachfolge von Jacques Chirac schicken. Royal hat nach Umfragen klar die meisten Chancen, den wahrscheinlichen Kandidaten der Rechten, Innenminister Nicolas Sarkozy, zu schlagen.

(li/sda)

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