Mafia soll Bankier Roberto Calvi ermordet haben
publiziert: Donnerstag, 24. Jul 2003 / 19:27 Uhr

Rom - Der 1982 auf mysteriöse Weise in London ums Leben gekommene so genannte Bankier Gottes, Roberto Calvi, ist nach neuen Ermittlungen der italienischen Justiz ein Opfer der Mafia.

Hatte Calvi von schmutzigen Geschäften in der Vatikan-Bank gewusst.
Hatte Calvi von schmutzigen Geschäften in der Vatikan-Bank gewusst.
Die Staatsanwaltschaft in Rom geht davon aus, dass der ehemalige Top-Manager der Mailänder Banco Ambrosiano sich entgegen ersten Annahmen nicht erhängt hatte.

Vielmehr sei der Italiener von Mafia-Killern erdrosselt worden, berichtete die römische Zeitung La Repubblica. Er habe zu viel von schmutzigen Geschäften der Banco Ambrosiano und der Vatikan-Bank gewusst.

Calvi sollte für immer der Mund geschlossen werden, weil er alle Geheimnisse der Geldwäsche der Mafia durch die Banco Ambrosiano und die Vatikan-Bank wusste, schreibt das Blatt. Nach dem Mord im Juni 1982 hätten die Killer die Leiche unter einer Themse-Brücke aufgehängt, um einen Selbstmord vorzutäuschen.

Der Tod des Bankiers Gottes hatte seinerzeit vor allem wegen seiner engen Beziehungen zur Vatikan-Bank IOR weltweit Schlagzeilen gemacht. Er soll in den Bankrott des Banco Ambrosiano verwickelt gewesen sein. Auch das Geldinstitut des Vatikans wurde damals an den Rand des Ruins gebracht.

Britische Behörden hatten vorerst von Selbstmord gesprochen, später wurden immer wieder Zweifel an dieser Theorie laut. Jetzt geht die römische Staatsanwaltschaft gemäss den Angaben davon aus, dass ein hoher Mafia-Boss den Mord auch aus Rache in Auftrag gab.

Calvi soll schmutziges Mafia-Geld, das er hätte waschen sollen, in die eigene Tasche gesteckt haben. Die Polizei entdeckte seinerzeit in den Taschen der Leiche eine hohe Summe Bargeld.

Ein dritter Grund für den Mord seien das Wissen des Bankiers Gottes über finanzielle und politische Verstrickungen der Geheimloge P2 unter anderem mit ehemaligen führenden Managern der Vatikan-Bank gewesen, heisst es weiter. Die Staatsanwaltschaft habe ihre Ermittlungen abgeschlossen und werde in Kürze vermutlich mehrere Verdächtige anklagen.

(bert/sda)

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