Magnin bleibt auch gegen Israel Captain
publiziert: Mittwoch, 3. Sep 2008 / 16:12 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 3. Sep 2008 / 20:31 Uhr

Ludovic Magnin wird die Schweiz auch gegen Israel als Captain auf das Spielfeld führen. Das ist nicht selbstverständlich, denn der Söldner vom VfB Stuttgart erlitt im Spiel gegen Zypern eine Hirnerschütterung. Magnin: «Ich fühle mich von Tag zu Tag besser.»

Hitzfeld liess die Captain-Entscheidung lange offen.
Hitzfeld liess die Captain-Entscheidung lange offen.
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Magnin vertritt den verletzten Alex Frei bis am Sonntagabend als Schweizer Captain. Dann stösst der Rekord-Torschütze wieder zur Mannschaft und wird das Szepter wieder übernehmen, falls er am Mittwoch gegen Luxemburg zur Startformation gehört. Sein Stellvertreter Magnin trug die Captainbinde gegen Zypern, musste sie aber schon nach 35 Minuten an seinen Ersatz Christoph Spycher weitergeben.

Die Hirnerschütterung setzte Magnin eine ganze Woche ausser Gefecht. «Ich musste drei Tage im Dunkeln liegen und durfte absolut nichts machen. Mit einer Hirnerschütterung ist nicht zu spassen. Als ich nach der Pause ins Auto sitzen wollte, wurde mir kurz schwarz vor den Augen. Ich spüre die Verletzung jetzt noch beim Essen, wenn ich fest zubeissen will.»

Nati statt UEFA

Magnin musste deshalb auch ein UEFA-Cup-Spiel mit dem VfB sausen lassen und kam erst am Sonntag erstmals wieder zum Einsatz. «Ich durfte 30 Minuten lang ran und es lief mir sehr gut. Jetzt heisst es einfach, in jedem Training alles geben, um baldmöglichst topfit zu sein. Die kurzen und intensiven Übungen hier im Training bei der Nati sind ideal für meinen Aufbau.»

Nationalcoach Ottmar Hitzfeld hatte vor dem Spiel gegen Zypern offen gelassen, ob Magnin auch in Israel Captain sein würde, falls er bis dahin keine Ernstkämpfe mit Stuttgart bestreitet. Am Dienstag nun sprach er seinem Verteidiger das Vertrauen aus: «Ludovic wurde gegen Zypern verletzt und konnte deshalb im Klub nicht spielen. Am Sonntag wurde er jedoch wieder eingesetzt und hat damit von seinem Trainer das Vertrauen erhalten. Wenn im Training nichts mehr passiert, wird er gegen Israel spielen.»

Minimum ein Punkt

Magnin wird am Samstag neben Tranquillo Barnetta, Hakan Yakin und Johan Vonlanthen nur einer von vier Spielern sein, die schon vor vier Jahren beim 2:2 in Israel auf dem Platz standen. Auch Fabio Coltorti, Stéphane Grichting und Benjamin Huggel waren damals im Stadion und bekamen die ganz besondere Ambiance im Ramat-Gan-Stadion von Tel Aviv mit, sie wurden von Köbi Kuhn jedoch nicht eingesetzt. «Es war eine knisternde, elektrische Stimmung. Sehr heiss und extrem laut. Das Publikum kommt sofort in Fahrt, wenn es dem eigenen Team läuft. Die Fans fangen aber auch sofort zu pfeifen an, wenn ihre Mannschaft in Schwierigkeiten gerät. Das ist unsere Chance.»

Der Schweizer Captain hat diese Woche eine sehr konzentrierte Athmosphäre im Team ausgemacht. «Es wird sehr gut und hart gearbeitet. Alle sind heiss auf dieses Startspiel. Und es ist klar, dass wir dorthin reisen, um zu gewinnen. Drei Punkte zum Auftakt wären super, im Minimum muss es aber ein Punkt sein.»

Derdiyok verletzt

Die Scheizer Mannschaft trainierte gestern zweimal in Freienbach. Valon Behrami war ebenfalls dabei, er absolvierte jedoch zusammen mit Almen Abdi, der wegen seinem Einsatz mit dem FCZ am Montag regenerieren durfte, ein reduziertes Training.

Gar nicht mit von der Partie war Erden Derdiyok, der seine Muskelverletzung im Spital Lachen abklären liess und die Mannschaft danach verliess. Der FCB-Stürmer fällt wegen einem Muskelfaserriss im linken Oberschenkel rund drei Wochen aus.

Flug nach Tel Aviv

Das Team fliegt am Donnerstag nach Tel Aviv und absolviert am Abend ein erstes Training im Ramat-Gan-Stadion. In Israel herrschen zurzeit 35 Grad, am Abend ist es immer noch rund 25 Grad warm. Für die Schweizer Spieler heisst das, sich auch noch an die ungewohnte Wärme zu gewöhnen.

(von René Baumann, Freienbach/Si)

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