Schweigeminute in Zürich
Mahnwache für tote Kinder von Flaach
publiziert: Freitag, 13. Mrz 2015 / 16:02 Uhr
Die 27-Jährige hatte ihre eigenen Kinder in Flaach erstickt.
Die 27-Jährige hatte ihre eigenen Kinder in Flaach erstickt.

Zürich - Rund 60 Personen haben am Freitagnachmittag in Zürich eine Mahnwache für die getöteten Kinder von Flaach ZH abgehalten. Mit Kerzen und einer Schweigeminute forderten sie die Abschaffung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB).

5 Meldungen im Zusammenhang
Organisiert wurde der Anlass von der Schriftstellerin Zoë Jenny, die wegen ihrer Auseinandersetzungen mit der KESB mittlerweile in Wien lebt. An der Mahnwache berichtete sie ausführlich von ihren Erlebnissen.

Ans Mikrofon stellten sich auch die Grosseltern der getöteten Kinder von Flaach. Sie überbrachten den Teilnehmern Grüsse ihrer Tochter, die seit ihrer Tat am Neujahrstag in Haft ist. «In Gedanken ist sie bei uns an dieser Mahnwache.» Das Vorgehen der KESB in ihrem Fall bezeichneten sie als «behördlich angeordneten Kindesmissbrauch».

Prominente Unterstützung

An der Mahnwache anwesend war auch Psychologin Julia Onken und Politologin Regula Stämpfli. Musiker Chris von Rohr, der sich ebenfalls angekündigt hatte, fehlte jedoch. Der Anlass blieb friedlich. Schon beim Aufruf betonten die Organisatoren, dass «Beleidigungen oder Drohungen gegen Personen oder Behörden nicht toleriert werden».

Die KESB waren nach dem Tötungsdelikt am Neujahrstag harscher Kritik und auch handfesten Drohungen ausgesetzt. Die Mitarbeitenden der zuständigen KESB Winterthur-Andelfingen benötigten sogar Polizeischutz.

Anlass für die Mahnwache war das zweifache Tötungsdelikt vom Neujahrstag in Flaach. Eine 27-jährige Mutter erstickte ihre eigenen Kinder, nachdem die KESB die vorübergehende Unterbringung in einem Heim angeordnet hatte. Die Behörde stufte die Familiensituation als instabil ein.

 

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Die Frau, die beschuldigt ... mehr lesen
Die Mutter nahm sich das Leben.
Zum Glück gehört auch die Freiheit von jungen Menschen, sich in gesellschaftlich nicht-konformen Verhältnissen zu mündigen Erwachsenen entwickeln zu dürfen.
Dschungelbuch Seit der Einführung des neuen ... mehr lesen 5
Die KESB hat die Ziele mehrheitlich erreicht.
Zürich - Die Kindes-und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) im Kanton Zürich haben sich bewährt, sollten aber ihre Kommunikation verbessern. Zu diesem Schluss kommt die Geschäftsprüfungskommission ... mehr lesen
Flaach ZH - In Flaach im Zürcher ... mehr lesen 1
War es die Mutter?
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, einen seit dem 22. April vermissten Mann aus Eglisau getötet zu haben. mehr lesen  
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen Formen der Sklaverei. Die Zahl liegt deutlich höher als die 2014 gezählten 35,8 Millionen. mehr lesen
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Der 22-jährige befindet sich seit Samstag auf der Flucht. (Symbolbild)
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ist, hätte in einer Einrichtung mit höherer Sicherheitsstufe ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich -1°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, aber kaum Regen
Basel 1°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen -2°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer Schneeregenschauer
Bern -1°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen Schneeregenschauer
Luzern 0°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 1°C 4°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 3°C 5°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten