Malyzs Weltcupseiger - Ammann knapp am Podest vorbei
publiziert: Freitag, 15. Mrz 2002 / 19:09 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Mrz 2002 / 22:34 Uhr

Trondheim - Doppel-Olympiasieger Simon Ammann belegte beim Weltcup-Springen in Trondheim (No) Rang 4. Wie zwei Tage zuvor in Falun siegte Matti Hautamäki (Fi). Adam Malysz (Pol) sicherte sich vorzeitig den Weltcup-Gesamtsieg.

Simon Ammann wurde Weltcup-Vierter.
Simon Ammann wurde Weltcup-Vierter.
Mit einem Sprung auf 128 m, dem drittweitesten im 1. Durchgang schuf sich Simon Ammann eine gute Ausgangslage für den Final der besten 30. Der 20-jährige Toggenburger vermochte die Chance auf den fünften Podestplatz in diesem Winter nach Engelberg, Predazzo (2x) und Oberstdorf aber nicht zu nutzen und setzte bereits nach 117 m auf. Damit fiel der Doppel-Olympiasieger von Salt Lake auf Rang 4 zurück. «Das war eine richtige 'Krücke'», fand der Schweizer Nationaltrainer Berni Schödler die wohl richtige Bezeichneung für den misslungenen Sprung. «Ich bin heute mit allem zufrieden, nur mit diesem zweiten Versuch nicht. Das war einer wie zuvor im Training», sagte Ammann, der auf der Schanze in Trondheim erstmals einen Wettkampf bestritt. «Wenn man mit so einem Sprung noch Vierter wird, ist das aber doch noch gut.» Der Gymnasiast aus Unterwasser, der zwei Tage zuvor in Falun Siebter geworden war, hob trotz des verpassten Podestplatzes das Positive aus den nacholympischen Wettkämpfen hervor. «Ich springe konstant, und das ist das Wichtigste.»

Die anderen beiden Schweizer vermochten nicht zu überzeugen. Andreas Küttel verpasste als 33. den Final der besten 30 nur knapp. «Es ging nach dem Absprung zu lange, bis ich über den Ski kam. Und unten erwischte ich das richtige Luftpolster auch nicht», sagte der Olympia-Sechste aus Einsiedeln nach seinem Sprung auf 108,5 m. Nur zwei Meter kürzer sprang Sylvain Freiholz, der damit auf der Schanze, auf der er 1997 WM-Dritter geworden war, nur den 40. Platz erreichte.

Hautamäki will Hattrick

Der Finne Matti Hautamäki erzielte mit Weiten von 134,5 und 130,5 m nach Zakopane und Falun den dritten Weltcupsieg in diesem Winter. «Bei für alle gleich guten Bedingungen, gelangen mir zwei sehr gute Sprünge», sagte der Grossschanzen-Olympiadritte von Salt Lake. «Nun strebe ich den Hattrick an», antwortete der Springer aus Kuopio, was er am Sonntag am Holmenkollen erwarte. Damit könnte er sich auch den Sieg im Nordic Tournament (Lahti, Falun, Trondheim, Oslo) sichern. Er führt nun mit 245 Punkten vor Martin Schmitt (220) und Vorjahressieger Adam Malysz (205), der sich mit Rang 2 zwei Wettkämpfe vor Schluss nach dem letzten Jahr zum zweiten Mal den Weltcup-Gesamtsieg sicherte.

Harte Arbeit für Malysz

«Dieser zweite Gesamtsieg bedeutet mir mehr als der Erste, weil ich ihn in der Olympiasaison zustande brachte», sagte der Pole, der in Salt Lake Zweiter und Dritter geworden war. «Es war ein hartes Stück Arbeit, aber auf dieser Schanze in Trondheim gelangen mir zwei gute Sprünge.» Malysz hatte bis zur Vierschanzentournee den Weltcup dominiert, gewann er doch sechs von neun Konkurrenzen. Damit schuf er sich die Basis für den erneuten Triumph. Denn seither siegte er nur noch einmal, bei der zweiten Konkurrenz in Zakopane. Aber mit konstanten Spitzenplatzierungen konnte er sich Sven Hannawald vom Leib halten. Der Skiflug-Weltmeister wurde in Trondheim mit Weiten von 125 und 127,5 m Dritter. «Es war eine starke Konkurrenz. Matti und Adam waren für mich heute nicht in Reichweite», sagte der Deutsche.

Im Nationen-Cup rückte Deutschland bis auf 25 Punkte zu Österreich auf, das den in Japan herausgeholten Vorsprung, als die besten Deutschen und Finnen fehlten, damit praktisch eingebüsst hat.

(kil/sda)

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    Schade! Ich wünsche Simon Ammann für die weiteren Wettbewerbe mehr Glück und ... Sa, 21.02.15 18:26
  • thomy aus Bern 4287
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