Mammutprozess um Frankreichs schwerste Industriekatastrophe
publiziert: Montag, 23. Feb 2009 / 20:44 Uhr

Toulouse - In Frankreich hat der Mammutprozess zur Aufarbeitung der folgenschwersten Industriekatastrophe des Landes begonnen. Wegen einer Explosion in einer Düngemittelfabrik mit 31 Toten und 2500 Verletzten stehen Vertreter des Ölkonzerns Total vor Gericht.

Die Verhandlungen sollen vier Monate dauern, das Urteil wird im November erwartet.
Die Verhandlungen sollen vier Monate dauern, das Urteil wird im November erwartet.
Die Fabrik gehörte einer Tochterfirma von Total. Diese und der Leiter der Unglücksfabrik müssen sich vor Gericht verantworten. Mit 1800 Nebenklägern ist es der grösste Strafprozess der französischen Geschichte.

Am 21. September 2001 waren in der Fabrik am Rand von Toulouse 300 Tonnen Ammoniumnitrat explodiert, die eine Sprengkraft von hundert Tonnen TNT hatten. Die Explosion riss einen zehn Meter tiefen Krater mit einem Durchmesser von fünfzig Metern in den Boden.

Weil die Explosion sich nur zehn Tage nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA ereignete, war zunächst ein Attentat befürchtet worden. Diese These liess sich jedoch nicht belegen.

2006 schlossen die Gutachter ihre Untersuchung ab. Ihnen zufolge ist wahrscheinlichste Ursache, dass ein Arbeiter irrtümlich eine Chlorsubstanz in der Nähe des Ammoniumnitrats gelagert hatte. Dies habe zu einer hochexplosiven Mischung geführt.

Total weist Gutachten zurück

Total weist die Gutachten zurück. Laut dem Unternehmen wurde unter anderem die Möglichkeit eines Anschlags nicht ausreichend untersucht. Der Konzern hat wegen der Katastrophe bereits zwei Milliarden Euro an Entschädigungen gezahlt, ohne aber eine Schuld anzuerkennen.

Die Verhandlungen sollen vier Monate dauern, das Urteil wird im November erwartet. 250 Überlebende, Angehörige und Beschäftigte forderten mit Schweigemärschen und Demonstrationen eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle.

(smw/sda)

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