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Managed Care kommt definitiv vors Volk
publiziert: Donnerstag, 16. Feb 2012 / 15:14 Uhr
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Das Managed-Care-Modell ist umstritten.
Das Managed-Care-Modell ist umstritten.

Bern - Das Volk wird an der Urne entscheiden, ob integrierte medizinische Versorgungsnetze über einen differenzierten Selbstbehalt gefördert werden sollen. Das Referendum gegen die Managed-Care-Vorlage ist formell zustande gekommen, wie die Bundeskanzlei am Donnerstag mitteilte.

5 Meldungen im Zusammenhang
Von den 133'185 Unterschriften, die am 19. Januar 2012 bei der Bundeskanzlei eingereicht worden sind, sind 131'158 für gültig erklärt worden. Damit wird das Volk am 17. Juni 2012 darüber entscheiden, ob die Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) in Kraft treten wird oder nicht.

Getragen wird das Referendum von zahlreichen Ärzte- und Gesundheitsorganisationen sowie von der Gewerkschaft vpod. Unterstützt wird es auch von der SP, die aber keine Unterschriften sammelte.

Die Referendumsführer stellen unter anderem in Abrede, dass Managed Care - wie vom Parlament erwartet - straffere Behandlungsprozesse, eine höhere Behandlungsqualität und geringere Kosten bringt.

Geht es nach dem Parlament, sollen Patienten künftig einen Selbstbehalt von 15 Prozent bezahlen müssen, wenn sie sich in der Krankenversicherung nicht einem solchen Managed-Care-Modell anschliessen.

Integrierte Ärztenetzwerke

Von Managed Care wird gesprochen, wenn sich Leistungserbringer - etwa Hausärzte, Spezialärzte und Physiotherapeuten - zum Zweck der Koordination der medizinischen Versorgung zusammenschliessen und gemeinsam die Budgetmitverantwortung übernehmen. In solchen Modellen geben die Patienten die freie Arztwahl auf.

Nur wer sich in einem solchen integrierten Ärztenetzwerk behandeln lässt, soll in Zukunft wie heute einen Selbstbehalt von 10 Prozent bezahlen, beschloss das Parlament im Rahmen der KVG-Revision.

Eine breite Allianz aus Gesundheitspolitikern diverser Parteien setzt sich zusammen mit Hausärzten, Ärztenetzen, Apothekern sowie Patienten- und Konsumentenorganisationen für die Vorlage und gegen das Referendum ein.

(bert/sda)

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Nicht genug, das jedes Jahr die KK Prämien teils massiv steigen, jetzt soll man also auch noch mehr Selbstbehalt hinblättern.

So sollen wohl die Pharmakonzerne gestützt werden, damit man dort nicht Preisdruck machen muss. Die Pharmalobby (hat z.B. die gesamte SVP und FDP in der Tasche) lässt grüssen.

Ich bleibe dabei. Das grösste Sparpotenzial bei den Gesundheitskosten sind die exorbitant überteuerten Medikament an denen sich die Pharmakonzerne dumm und dämlich verdienen in der Schweiz.
Etwas unsozialeres gibt es kaum noch, danke an die Rechtsbürgerlichen Mittelstandskiller.
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