Manager: Top Ten verdienen zusammen 105 Mio. Fr.
publiziert: Mittwoch, 18. Mai 2005 / 10:47 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Mai 2005 / 11:39 Uhr

Zürich - Die Aktionäre und nicht der Verwaltungsrat soll über die Höhe der Managerlöhne entscheiden.

Dominique Biedermann sieht nicht nur moralische Probleme, sondern auch wirtschaftliche.
Dominique Biedermann sieht nicht nur moralische Probleme, sondern auch wirtschaftliche.
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Denn letztlich bezahlen die Aktionäre die Gehälter, sagt Dominique Biedermann, Direktor der Anlagestiftung Ethos. Die Managerlöhne seien nicht nur ein moralisches, sondern auch ein wirtschaftliches Problem, erklärt Biedermann in einem Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung. Jeder Franken, der zuviel an einen Manager bezahlt werde, werde dem Unternehmen als Ganzes, also auch den Aktionären weggenommen.

In der Schweiz könne man heute leider nur sehr wenig gegen Auswüchse unternehmen, bedauert Biedermann. Die einzige Möglichkeit der Schweizer Aktionäre sei, den Verwaltungsrat nicht wieder zu wählen. Aber nur auf Grund der hohen Löhne den Verwaltungsrat nicht zu bestätigen, sei übertrieben.

UBS vor CS bei Grundgehältern der Konzernspitze

Gemäss den Berechnungen der HandelsZeitung zahlt die Grossbank UBS mit 15,9 Mio. Franken den höchsten durchschnittlichen Grundgehalt für Konzernleitungsmitglieder. Auf Platz zwei ist die Credit Suisse Group (CSG) mit 9,9 Mio. Franken und auf Platz drei Novartis mit 7,5 Mio. Franken.

Die zehn bestverdienendsten Manager von Schweizer Konzernen verdienen zusammen 105 Mio. Franken. Am meisten verdient UBS-Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel mit einem Salär von 21,3 Mio. Franken im Jahr 2004.

Vasella verdiente fast 21 Mio Franken

Novartis-Konzernchef Daniel Vasella hat 20,8 Mio. Franken eingestrichen und Roche-Verwaltungsratspräsident Franz Humer bringt es auf 13,3 Mio. Franken.

Unter den Top Ten finden sich auch Walter Kielholz, Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse Group, Thomas Ebeling, Leiter Pharma Novartis, Serono-Konzernchef Ernesto Bertarelli, Synthes-Konzernchef Hansjörg Wyss, ABB-Verwaltungsratspräsident Jürgen Dormann, Mark Fishman, Leiter Research bei Novartis, sowie Lindt&Sprüngli-Konzernchef Ernst Tanner.

(fest/sda)

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