Abgespeichertes Verlangen beeinflussbar
Manipulierte Erinnerungen gegen Drogensucht
publiziert: Samstag, 14. Apr 2012 / 19:05 Uhr

Peking - Die Manipulation von Erinnerungen an den Drogenkonsum könnte ehemaligen Drogenabhängigen dabei helfen, einen Rückfall zu verhindern.

Die aktuelle Studie basiert auf der Annahme, dass Erinnerungen in einem ganz bestimmten, kurzen Zeitraum formbar sind und umgeschrieben werden können.
Die aktuelle Studie basiert auf der Annahme, dass Erinnerungen in einem ganz bestimmten, kurzen Zeitraum formbar sind und umgeschrieben werden können.
Wissenschaftler der Peking University gehen davon aus, dass Einnerungen an bestimmte Signale wie Nadeln oder Zigaretten und die angenehmen Wirkungen der Drogen zu einem Verlangen und damit auch zu einem Rückfall führen.

Neuer Behandlungsansatz

Die Wissenschaftler haben für die in Science veröffentlichte Studie diese Erinnerungen umgeschrieben, um das Verlangen nach der Droge zu verringern. Experten wie Amy Milton von der University of Cambridge betont, dass sich der Eingriff in die Erinnerungen als ein neuer Ansatz zur Behandlung von Sucht etablieren könnte, berichtet die BBC.

Patienten immer wieder Hinwise auf Drogen zu zeigen, ohne ihnen die Drogen zu geben, ist bereits Teil einiger Therapien. Damit kann der Zusammenhang zwischen Hinweis und Verlangen zumindest im Krankenhaus durchbrochen werden. Im wirklichen Leben funktioniert dieser Ansatz dann allerdings nicht immer. Jetzt versuchten die Wissenschaftler die originale Erinnerung umzuschreiben, damit sollte der Eindruck entstehen, dass der Zusammenhang zwischen dem Hinweis auf die Droge und dem Verlangen danach nie bestanden hätte.

Verschiedene Filme gezeigt

Die aktuelle Studie basiert auf der Annahme, dass Erinnerungen in einem ganz bestimmten, kurzen Zeitraum formbar sind und umgeschrieben werden können. 22 Heroinsüchtige, die durchschnittlich seit elf Jahren keine Drogen mehr konsumiert hatten, nahmen an der Studie teil. Am Anfang wurde ihnen ein kurzer Film gezeigt, der sie an den Drogenkonsum erinnerte. Damit wurde das Erinnerungsfenster geöffnet. Zehn Minuten später wurden ihnen weitere Filme gezeigt und sie sahen Bilder von Heroinkonsum.

Anderen Süchtigen wurden anfangs Videos von ländlichen Gegenden gezeigt, die das Fenster nicht öffneten. 180 Tage später zeigte sich, dass das Verlangen nach der Droge bei jenen Teilnehmern geringer war, die während des Erinnerungsfensters behandelt worden waren. Diese Forschungsergebnisse wurden auch durch weitere Tests mit süchtigen Ratten bestätigt.

(knob/pte)

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