Mann tötet eigene Familie wegen Geldnot
publiziert: Mittwoch, 14. Mai 2008 / 09:09 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 14. Mai 2008 / 15:40 Uhr

Wien/Linz - Familiendrama in Österreich: Ein 39-jähriger Mann aus Oberösterreich hat wegen finanzieller Sorgen seine ganze Familie ausgelöscht. Er tötete seine Eltern, seine Frau, seine Tochter und seinen Schwiegervater mit einer Axt.

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Der Täter erschien am Mittwochmorgen auf einer Polizeiwache im 13. Wiener Bezirk. Dort gestand er, seine 42-jährige Frau und seine siebenjährige Tochter in Wien sowie seine Eltern und seinen Schwiegervater erschlagen zu haben.

Kurz darauf entdeckte die Polizei die blutüberströmten Leichen der Ehefrau und des Kindes in einer Wohnung im Wiener Stadtteil Hietzing. Später fanden Ermittler im oberösterreichischen Ansfelden und in Linz die Leichen seiner Eltern und seines Schwiegervaters.

Als Tatmotiv gab der Mann Geldsorgen an. Er habe sich von seiner Familie Geld geliehen, habe sich verspekuliert und sei «finanziell ruiniert». Es habe sich um eine sechsstelligen Betrag gehandelt. Die «Schande» habe er seiner Familie ersparen wollen, sagte er beim Verhör. Gemäss Medienberichten handelte es sich um 300'000 Euro.

Briefe mit Entschuldigung

Nach den Verbrechen hinterliess der Täter, der Publizistik studiert hatte und nach eigenen Angaben als freier PR-Berater arbeitete, Briefe an den Tatorten in Linz und Ansfelden. Darin bat er um Entschuldigung für seine Taten. Anschliessend versuchte er vergeblich, sich das Leben zu nehmen.

Wie ein Polizeisprecher am Mittwochmittag in Wien erläuterte, ging der Täter bei seinem Verbrechen besonders brutal vor. Er erschlug seine Opfer mit gezielten Axthieben auf den Kopf.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand tötete er seine Frau und seine Tochter bereits am Dienstagmorgen in der gemeinsamen Wiener Wohnung. Im Einfamilienhaus seiner Eltern in Ansfelden tötete er seine 69-jährige Mutter, als ihm diese die Tür öffnete.

Seinen im Fernsehsessel schlafenden 72-jährigen Vater traf er mit der Axt im ersten Stock des Gebäudes. Gegen 19.00 Uhr erschlug er schliesslich noch seinen verwitweten 80-jährigen Schwiegervater in dessen Wohnung in Linz. Die Tatwaffe versteckte er anschliessend in einem Rucksack in seinem Auto.

Ständig überwacht

Am Mittwochmorgen, um 3.20 Uhr, stellte er sich dann in Wien-Hietzing der Polizei. Dort sei er zunächst «sehr gefasst» aufgetreten und habe keine Emotionen gezeigt, sagte ein Polizeisprecher.

Mit den Worten «In meiner Wohnung liegen meine tote Frau und mein totes Kind» gestand er das Verbrechen an seiner Wiener Familie. Später gab er auch noch die Verbrechen an seinen Eltern und dem Schwiegervater zu. Nach Ansicht der Polizei ist der Täter stark selbstmordgefährdet. Deshalb werde er permanent überwacht.

(fest/sda)

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