Mann wegen Dreifach-Mord lebenslang ins Zuchthaus
publiziert: Freitag, 27. Jun 2008 / 16:19 Uhr / aktualisiert: Freitag, 27. Jun 2008 / 19:11 Uhr

Vevey - Ein Geschworenengericht in Vevey hat einen 44-Jährigen wegen dreifachen Mordes zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt. Das Gericht glaubt, dass er im Dezember 2005 seine Mutter, deren Freundin und seine Schwester ermordet hat.

Wegen Geldgier wird der 44-jährige Verurteilte sein restliches Leben keine Freiheit mehr kennen. (Symbolbild)
Wegen Geldgier wird der 44-jährige Verurteilte sein restliches Leben keine Freiheit mehr kennen. (Symbolbild)
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Die Geschworenen und die Richter folgten damit dem Antrag des Generalstaatsanwalts, der am Ende des fünftägigen Prozesses die Höchststrafe gefordert hatte.

Der Verurteilte hat im ganzen Verfahren seine Unschuld beteuert.

Er habe weder seine 81-jährige Adoptivmutter und deren 80-jährige Freundin getötet, noch habe er danach seine Schwester, von der seit Heiligabend 2005 jede Spur fehlt, verschwinden lassen. Das Gericht schenkte diesen Beteuerung keinen Glauben.

Mord aus Geldgier

Obwohl materiell kein Beweis vorliegt, gelangten die Geschworenen aufgrund der Indizien zur Überzeugung, dass der Mann aus Geldgier zum Dreifachmörder wurde.

Der Generalstaatsanwalt hatte argumentiert, dass der Mann im Dezember 2005 grosse finanzielle Schwierigkeiten hatte. Da seine begüterte Adoptivmutter, die ihm vorher immer viel Geld zugesteckt hatte, den Geldhahn zudrehte, sei er «explodiert» und habe sie getötet.

Der Richter räumte ein, dass der Tathergang nicht im Detail rekonstruiert werden konnte. Einen deutlichen Hinweis für seine Schuld habe der Angeklagte aber mit seinem Verhalten in den Verhören geliefert.

Der Angeklagte hatte zunächst verneint, am mutmasslichen Tattag die Villa betreten zu haben. Später revidierte er unter dem Druck von Indizien seine Aussage und räumte ein, am Tatort gewesen zu sein.

Anwalt will rekurrieren

Der Generalstaatsanwalt zeigte sich über das Urteil befriedigt. Die Maxime «im Zweifel für den Angeklagten» habe in diesem Fall nicht angewendet werden können, sagte er. Diese Sicht will der Anwalt des Verurteilten nicht akzeptieren. Er will nächste Woche rekurrieren.

(dl/sda)

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