Marc Gini mit sensationellem Sieg
publiziert: Sonntag, 11. Nov 2007 / 14:01 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 11. Nov 2007 / 17:55 Uhr

Die Weltcupsaison der Slalomfahrer beginnt mit einem Knalleffekt: Der 23-jährige Bündner Marc Gini gewann bei dichtem Schneetreiben «aus heiterem Himmel» das Ersatzrennen für Levi auf der Reiteralm (Ö). Er hatte schon nach dem 1. Lauf geführt.

Gini blieb mit Startnummer 18 cool.
Gini blieb mit Startnummer 18 cool.
Ein neunter und zwei zehnte Plätze waren bisher die besten Resultate des Bündners, der im vergangenen Sommer von Bivio auf die Lenzerheide umgezogen ist. Marc Gini stand etwas im Schatten der beiden ehemaligen Junioren-Weltmeister Berthod und Albrecht, zeigte aber immer wieder bemerkenswert schnelle Torpassagen. Er ist noch ein Jahr jünger als Berthod und Albrecht und musste zudem 2003 wegen eines Kreuzbandrisses eine Saison aussetzen.

Gini (Startnummer 18) bewies bemerkenswerte Kaltblütigkeit. Im Stile eines Routininiers verteidigte er seine Führung aus dem ersten Lauf. «Ich war überhaupt nicht nervös», stellte er zu seinem eigenen Erstaunen fest: «Ich machte vor dem Start mit meinen Kollegen noch Sprüche und bin dann erneut voll gefahren. Mitte Parcours schoss es mir durch den Kopf: Jetzt nur nicht übertreiben - und auch nicht bremsen.»

Taktik geht auf

Die Taktik ging auf: Mit 0,28 Sekunden Vorsprung vor dem Ex-Weltmeister und 23-fachen Weltcupsieger Kalle Palander und 0,28 vor dem Italiener Manfred Mölgg feierte er im zweiten Saisonrennen (nach dem Prolog von Sölden) den ersten Schweizer Sieg in diesem Winter. Der Erfolg ist, vom Überraschungseffekt her, vergleichbar mit jenem von Marc Berthod vor einem Jahr in Adelboden. Vorher hatte in diesem Jahrtausend noch kein Schweizer einen Slalom gewonnen.

Dieser Triumph, erst der neunte eines Schweizer Slalomfahrers in der 42-jährigen Geschichte des Weltcup, überdeckt die sonst eher durchschnittliche Swiss-Ski-Bilanz auf der Reiteralm. Während der 19. Platz von Sandro Viletta positiv zu werten ist, schnitten Silvan Zurbriggen und Daniel Albrecht mit den Rängen 16 und 27 unter den Erwartungen ab. Marc Berthod schied schon nach wenigen Toren aus.

Schlussklassement:
1. Marc Gini (Sz) 1:53,49. 2. Kalle Palander (Fi) 0,28 zurück. 3. Manfred Mölgg (It) 0,50. 4. Jean-Baptiste Grange (Fr) 0,63. 5. Mario Matt (Ö) 0,65. 6. Markus Larsson (Sd) 0,84. 7. Benjamin Raich (Ö) 0,86. 8. Julien Lizeroux (Fr) 1,04. 9. Rainer Schönfelder (Ö) 1,15. 10. Manfred Pranger (Ö) 1,42. 11. Felix Neureuther (De) 1,53. 12. Alexander Koll (Ö) 1,61. 13. Aksel Lund Svindal (No) 1,83. 14. Jimmy Cochran (USA) 1,84. 15. Bernard Vajdic (Sln) 1,91.

16. Silvan Zurbriggen (Sz) 2,01. 17. Andreas Omminger (Ö) 2,04. 18. Cristian Deville (It) 2,14. 19. Sandro Viletta (Sz) 2,16. 20. Ivica Kostelic (Kro) 2,18. 21. Truls Ove Karlsen (No) 2,22. 22. Akira Sasaki (Jap) 2,28. 23. Romed Baumann (Ö) 2,32. 24. Lars Myhre (No) 2,40. 25. Reinfried Herbst (Ö) 2,53. 26. Bode Miller (USA) 2,83. 27. Daniel Albrecht (Sz) 3,29. 28. Paul Stutz (Ka) 3,48.

(ht/Si)

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