Marc Roger kommt nicht auf Kaution frei
publiziert: Mittwoch, 18. Jun 2008 / 12:08 Uhr

Lausanne - Marc Roger bleibt in Untersuchungshaft. Das Bundesgericht hat es erneut abgelehnt, den ehemaligen Präsident des FC Servette bis zu seinem Prozess im September gegen Kaution auf freien Fuss zu setzen.

Das Bundesgericht befand die Höhe der Kaution für Marc Roger als «offensichtlich ungenügend».
Das Bundesgericht befand die Höhe der Kaution für Marc Roger als «offensichtlich ungenügend».
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Mit seinem Entscheid bestätigt das Bundesgericht ein Urteil der Genfer Anklagekammer. Diese hatte eine Kaution abgelehnt, weil keine verlässlichen Informationen über die finanzielle Situation des Angeschuldigten vorlägen.

Das Bundesgericht beurteilte die angebotenen 40'000 Franken als «offensichtlich ungenügend» angesichts der Tatsache, dass Roger die im Jahr 2005 gestellte Kaution von 300'000 Franken nicht daran gehindert habe, sich ins Ausland abzusetzen.

Bereits Anfang Juni hatte das höchste Gericht ein Gesuch um Haftentlassung von Roger abgelehnt. Es beurteilte die bisherige Haftdauer von rund 18 Monaten als verhältnismässig und die Fluchtgefahr als gegeben.

Die Genfer Justiz wirft dem früheren Spielervermittler vor, als damaliger Präsident für den Zusammenbruch des FC Servette mitverantwortlich zu sein. Er wird wegen betrügerischem Konkurs, Betrug, ungetreuer Geschäftsführung und Urkundenfälschung angeklagt.

Roger war 2005 verhaftet, auf Kaution aber freigelassen worden, worauf er in sein Heimatland Frankreich flüchtete. 2007 konnte er in Spanien verhaftet werden. Anschliessend wurde er an die Schweiz ausgeliefert.

(rr/sda)

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