Marc Rosset sagt leise «Adieu»
publiziert: Dienstag, 25. Okt 2005 / 18:25 Uhr

Siebzehn Jahre nach seinem Debüt auf der ATP-Tour beendet Marc Rosset an den Davidoff Swiss Indoors mit dem Doppel an der Seite von Stanislas Wawrinka seine Laufbahn.

Marc Rosset während der Pressekonferenz an den Davidoff Swiss Indoors.
Marc Rosset während der Pressekonferenz an den Davidoff Swiss Indoors.
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Wenige Wochen vor seinem 35. Geburtstag endet damit eine begeisternde Karriere mit vielen Höhen und Tiefen. Hätte die Schweiz in der letzten Dekade nicht zwei Jahrhundert-Spieler wie Martina Hingis und Roger Federer erhalten, wäre Rossets Karriere heute in der Schweiz noch immer das Mass aller Dinge.

Der Genfer war eine der prägenden Figuren der Neunziger Jahre und erreichte im September 1995 sein höchstes Ranking (ATP 9).

Beeindruckendes Palmares

Rossets Palmares ist tatsächlich beeindruckend. Mit seinem Aufschlag und der krachenden Vorhand gab der 2,01 m grosse Riese praktisch allen Spitzenspielern mindestens einmal in ihrer Karriere unlösbare Probleme auf.

Zu seinen Opfern zählen unter anderen Ivan Lendl, Mats Wilander, Boris Becker, Stefan Edberg, Jim Courier, Thomas Muster, Andre Agassi, Patrick Rafter, Pete Sampras oder Roger Federer, alles Spieler, die einmal die Weltrangliste anführten.

Auch die Statistik belegt, dass Rosset eine grossartige, konstante Laufbahn absolviert hat. Zusammen mit Andre Agassi ist Rosset der einzige Spieler, der Profiturniere in drei Dekaden gewonnen hat, zudem verteilen sich seine 15 Turniersiege auf alle Unterlagen: Sand (3), Halle (10), Hartplatz (1) und Rasen (1).

Olympia-Gold in Barcelona

Rosset war aber nicht nur individuell stark. Er blühte jedesmal regelrecht auf, wenn er für die Schweiz antrat. Ganz speziell 1992: Zuerst rettete er in Barcelona die Schweizer Olympia-Mission mit der Goldmedaille (nach Finalsieg gegen Jordi Arrese), dem einzigen Schweizer Edelmetall.

Wenige Monate später liess er die Schweiz vom Daviscup-Triumph träumen. Zusammen mit Jakob Hlasek, mit dem er im Mai auch das Doppel des French Open gewonnen hatte, führte er die Schweiz ins Endspiel und sorgte in Fort Worth mit dem Fünfsatz-Sieg gegen Jim Courier für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Wenig, nur ganz wenig fehlte zum Triumph gegen das US-«Dream Team». Leider verloren Rosset/Hlasek das Doppel gegen John McEnroe/Pete Sampras in fünf Sätzen.

Marc Rosset in Zahlen:
Geboren: 7. November 1970 in Genf. -- Grösse/Gewicht: 201 cm. -- Spielweise: Rechtshänder, Rückhand beidhändig. -- Preisgeld: 6 811 693 Dollar. -- Bestes Ranking: ATP 9 am 11. September 1995. -- Olympia-Goldmedaille in Barcelona 1992.

14 Titel auf der ATP-Tour:
1989: Genf. 1990: Lyon. 1992: Moskau. 1993: Marseille, Long Island, Moskau. 1994: Marseille, Lyon. 1995: Nice, Halle. 1997: Antwerpen. 1999: St. Petersburg. 2000: Marseille, London.

Weitere Erfolge:
Sieger Orange Bowl (1988). Sieger French Open im Doppel mit Jakob Hlasek (1992). Habfinalist am French Open (1996). Viertelfinalist am Australian Open 1999. Daviscup-Finalist 1992.

(smw/Si)

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