Marian Danowski freigesprochen
publiziert: Montag, 8. Nov 2004 / 14:26 Uhr

Zürich - Das Zürcher Bezirksgericht hat den Stadtzürcher Marian Danowski vom Vorwurf der Wahlfälschung freigesprochen. Er hatte sich bei den Zürcher Kantonsratswahlen 2003 mit einer Liste mit Kandidierenden beteiligt, die hinters Licht geführt wurden.

Das Gericht sah den Tatbestand der Wahlfälschung nicht gegeben.
Das Gericht sah den Tatbestand der Wahlfälschung nicht gegeben.
Der heute 52-jährige Angeklagte sammelte auf öffentlichen Plätzen Unterschriften für soziale Themen wie soziale Gerechtigkeit oder Tierschutz. In Wahrheit hatten sich die Unterzeichner für den Kantonsrat auf einer Danowski-Liste angemeldet.

Das Bezirksgericht hat nun Danowski vom Vorwurf der Wahlfälschung freigesprochen, wie bekannt wurde. Eine schriftliche Begründung liegt noch nicht vor. Fest steht, dass der Verwaltungsschreck die gesamten Gerichtskosten sowie die Auslagen seiner amtlichen Verteidigung übernehmen muss.

Die Bezirksanwaltschaft hatte für den vorbestraften Plausch-Politiker eine unbedingte Gefängnisstrafe von sechs Monaten verlangt. Bereits vor Gericht hatte Danowski einen vollen Freispruch gefordert. Er wies alle Vorwürfe zurück und sagte aus, dass ihm nichts Illegales nachzuweisen sei.

Auch das Gericht sah die Anklage nicht als erwiesen an und kam offenbar nach dem Grundsatz im Zweifel für den Angeklagten zu einem Freispruch.

Danowski hatte bereits in anderen Kantonen mit Wahllisten mit seinem Namen für Parlamentswahlen teilnehmen wollen. Die meisten der Kandidierenden auf den Listen wussten allerdings nichts von ihrem Glück.

Viele gaben auf Nachfragen der Behörden hin an, sie hätten nie die Zustimmung zur Kandidatur gegeben. So sind in den Kantonen Bern, Basel-Land, St. Gallen und Thurgau die Danowski-Listen als ungültig erklärt und nicht zu den Wahlen zugelassen worden.

(fest/sda)

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